In Sachen Windkraft hinkt NRW weit hinterher

Essen..  Nordrhein-Westfalen droht beim Ausbau der Windkraft dramatisch ins Hintertreffen zu geraten. Das zeigen Berechnungen des Bundesverbandes Windenergie (BWE). Trotz der ehrgeizigen Klimapolitik der rot-grünen Landesregierung und obwohl die Zahl neu installierter Windräder zwischen Rhein und Weser seit 2003 auf einem Höchststand liegt, bewegt sich NRW nur im Windschatten der bundesweiten Entwicklung.

Hintergrund: Die Sorge vieler Gemeinden und ihrer Bürger vor einer „Verspargelung“ der Landschaft, konkret weit über 15 000 Widersprüche allein in Südwestfalen, haben dazu geführt, dass Flächen für die Anlagen nicht zugewiesen werden können.

Für den NRW-Landesverband Windenergie sind die Konsequenzen längst klar: „Wir benötigen pro Jahr mehr als doppelt so viel neue Windanlagen, um die Landesvorgaben bis 2020 zu erreichen“, so der BWE-Landesvorsitzende Klaus Schulze Langenhorst. Laut dem Düsseldorfer Umweltministerium steuern die Windräder Nordrhein-Westfalens nur rund vier Prozent zum Strombedarf des Landes bei. Bis 2020 sollen daraus mindestens 15 Prozent werden.

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