In der Bakery

Heute einmal wieder eine Kleinigkeit zu Anglizismen. Denn der Kollege G. war bass erstaunt, was ihm beim Besuch seiner angestammten Bäckerei widerfuhr. Für gewöhnlich wandert sein Brötchen, das er übrigens mit dem üppigen Belag Hähnchen plus Krautsalat wählte, ummantelt von einer schlichten weißen Serviette in eine Papiertüte. Wie gesagt, für gewöhnlich. Denn diesmal fragte ihn die Bäckereifachverkäuferin doch glatt „to go oder to here?“, was G. zuvor noch nie gehört hatte, also „to go“ schon, aber „to here“ eben nicht. G. gestand, ein dummes Gesicht gezogen zu haben, ehe der Groschen fiel und er „Zum Mitnehmen, bitte“ antwortete. Was aber nun, wenn diese Bäckermoden weiter einreißen, und es künftig heißt „gecuttet“ statt geschnitten oder „Goods from the forday“? So weit ist es noch nicht, sicher. Aber wir müssen uns einrichten auf solche Sachen, nicht nur in Bäckereien, sondern übrigens auch bei Fahrschulen. Jüngst fuhr so ein Auto vorbei, dick bedruckt mit dem Logo „Fahrschule to go“. Zugegeben: Da wäre ich nicht drauf gekommen.