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Imageschaden

14.02.2010 | 19:26 Uhr

Wenn Grünschnäbel rohe Leber und Rollmöpse bis zum Erbrechen essen müssen, hat das mit einer Mutprobe für den Aufstieg in einer „Elitetruppe“ beim Bund nichts zu tun. Solche erniedrigenden Rituale sind schlicht pervers. Sie zeugen auch von mangelnder Intelligenz bei den vermeintlichen Vorzeigesoldaten. Auch wenn solche Prozeduren im Gegensatz zu früher heute Einzelfälle sein mögen, ist der Imageschaden für die Bundeswehr immens. Ekel-Mutproben schüren nur zu leicht das Vorurteil, dass beim Bund hauptsächlich verrohte, Gewalt verherrlichende Gesellen hocken.

Dass junge deutsche Soldaten in Afghanistan und an anderen Brennpunkten der Welt ihr Leben riskieren und tapfere Arbeit leisten, gerät da schnell in Vergessenheit. In ihrem ureigensten Interesse sollte die Bundeswehr alles zu einer rückhaltlosen Aufklärung beitragen. Wirklichen Mut haben die Soldaten bewiesen, die sich beim Wehrbeauftragten über die Misshandlungen beschwerten. Die Verantwortlichen, die die Vorfälle nun untersuchen, sind es den Opfern schuldig, ebenso unerschrocken zu ermitteln.

Daraus resultieren sollten abschreckende Strafen für all diejenigen, die die Ekel-Mutproben angezettelt haben. Frommes Zureden allein hilft da nicht.

Daniel Freudenreich

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Kommentare
15.02.2010
19:24
Imageschaden
von Rottaler | #1

Wer selbst Soldat war oder dererlei Nachristen in die Welt setzt weiß oder sollte wissen, daß solche Rituale, auch wenn sie befohlen wurden nicht ausgeführt werden müssen. Schon gar nicht, wenn diese außerhalb der Kaserne und des Dienstest vollzogen wurden. Wer aber doch mitmacht hat keinen Grund sich danach zu beschwehren. Natürlich kann das auch unser Wehrbeauftragter als nichtgedienter nicht wissen. Wie verhält es sich eigentlich damit, daß uns derartige ekelerregende Rieten zum Beispiel im Dschungelcämp zur besten Sendezeit vorgeführt werden???

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