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Im Visier der fliegenden Augen

10.03.2010 | 18:30 Uhr

Drohnen sind ein bisschen Wunderwaffe und ein bisschen nächste Etappe im unbemannten Krieg. Schon bevor den USA 2009 damit die „ferngelenkte Liquidierung” des Talibanführers Mehsud gelang, war der Weg frei zur Serienproduktion.

 

Dank ihrer Vielseitigkeit hat die Drohne längst auch außermilitärische Interessen geweckt: Als willkommenes Überwachungsinstrument.

 

Völlig richtig die Meinung, endlich haben unsere Sicherheitsbehörden ein neues Gerät, um z. B. wildwütige Raser auf Autobahnen oder Hooligans in und vor Stadien zu identifizieren. Völlig richtig – nur: Ist nicht doch gewisse Skepsis vonnöten?

 

Selbst die, die trotz aller Datenpannen immer noch meinen, dass dem nichts geschehe, der nichts zu verbergen habe, werden allmählich von Unbehagen erfasst. Denn: Allüberall wird videoüberwacht; EC-Karten lassen Kaufverhalten nachspüren; die Vorratsdatenspeicherung ließ höchste Richter einschreiten; Mautbrücken können wie Spionagesysteme arbeiten; Pin- und Kontodaten sind x-fach in unbefugte Hände geraten, usw, usw.

 

Jeder Einzelfall mag noch harmlos wirken. Doch es ist das Bündel an erlebten wie potenziellen (Missbrauchs-) Möglichkeiten, das Furcht vor Rundumkontrolle greifbar werden lässt. Der Sinn einer freien Bürgergesellschaft kann das nicht sein.

Rolf Potthoff

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Kommentare
11.03.2010
19:34
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von Moderation | #1

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