Im Straflager inhaftiertes Pussy-Riot-Mitglied geht aus Protest in Hungerstreik

Maria Aljochina, die im Straflager in Beresniki bei Perm ihre Strafe absitzt, befürchte, dass das Stadtgericht von Beresniki ihr nicht erlaubt, bei der Urteilsverkündung über ihre Freilassung auf Bewährung dabei zu sein.
Maria Aljochina, die im Straflager in Beresniki bei Perm ihre Strafe absitzt, befürchte, dass das Stadtgericht von Beresniki ihr nicht erlaubt, bei der Urteilsverkündung über ihre Freilassung auf Bewährung dabei zu sein.
Foto: afp
Was wir bereits wissen
Das inhaftierte Mitglied der russischen Punkband Pussy Riot Maria Aljochina will mit einem Hungerstreik ihre persönliche Teilnahme an einer Gerichtsverhandlung erzwingen. Das kündigte sie am Mittwoch in einer Videoschaltung mit einem Gericht an. Ihre Anwälte forderte sie auf, nicht weiter an der Anhörung teilzunehmen.

Moskau.. Die inhaftierte Maria Aljochina (24) von der russischen Punkband Pussy Riot hat aus Protest gegen ihren Ausschluss bei einer wichtigen Gerichtsverhandlung einen Hungerstreik begonnen.

Sie werde so lange nichts essen, bis sie an der Anhörung über ihren Antrag auf vorzeitige Entlassung teilnehmen dürfe, teilte sie am Mittwoch nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Aljochina und ihre Band-Kollegin Nadeschda Tolokonnikowa waren im August 2012 wegen eines "Punk-Gebets" gegen Kremlchef Wladimir Putin in einer Moskauer Kirche zu je zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Der Richterspruch hatte international Empörung ausgelöst.

Auch ihre Bandkollegin Jekaterina Samuzewitsch bekam eine Haftstrafe, die später aber auf Bewährung ausgesetzt wurde. (dpa)