Im Schlammbad

Seit einigen Tagen nun läuft im TV das Dschungel-Camp. Man liest, dass ein Walter Freiwald halb nackt für Kurzweil sorgt, erfährt, dass wieder Dinge verspeist werden müssen, die es in den wenigsten Spezialitätenläden zu kaufen gibt und für die Sendung noch immer ausreichend Ungeziefer zusammengeklaubt werden kann, um die mäßig prominente Kandidatenschar tüchtig zu ekeln. Nichts Neues also im Grunde. Aber Hand aufs Herz: Brennt bei Ihnen im Büro täglich der Baum? Knistert die Stimmung im Kollegenkreis, dass es der schiere Wahnsinn ist? Verzweifelt gerade jemand, weil er zum Außenseiter abgestempelt wurde? Genau. Richtig ist ja, dass man als Berufstätiger mit den Dschungel-Kandidaten eigentlich nur gemein hat, dass man hingeht, um sein Geld zu verdienen. Ein verstohlener Blick über die anwesende Kollegenschar lässt einen grübeln: Wie es wohl mit Kollegin B. im Schlammbad wäre? Was W. anstellte an der Liane? Und Kollege F. länger ohne Handy, ginge das gut? Jetzt ist aber Schluss damit. 14-Uhr-Konferenz: Die nächste Prüfung ruft...