Im Job geschlafen: Frau behält Arbeit

Köln..  Eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn, die während der Fahrt eingeschlafen war, hat den Prozess um ihre Kündigung endgültig gewonnen. Die Bahn habe keine Berufung gegen die Entscheidung vom vergangenen November eingelegt, teilte das Arbeitsgericht Köln gestern mit. Die Frau, die in einem Bordbistro beschäftigt ist, hatte nach Rücksprache mit ihrer Vorgesetzten in einem Abteil die Füße hochgelegt, weil es ihr an dem Tag nicht gut ging. Sie bat aber auch darum, bei Bedarf gerufen zu werden. Da niemand sie weckte, schlief die Frau nach eigenen Angaben die ganze siebenstündige Fahrt durch.

Daraufhin erhielt sie von der Deutschen Bahn die Kündigung. Dies sei unverhältnismäßig, hatten die Richter im November geurteilt. Die Bahn hatte in dem Verhalten einen Vertrauensbruch gesehen, während die Richter umgekehrt die Frage gestellt hatten, warum die „ganz normale kollegiale Fürsorge“ in diesem Fall nicht gegriffen und niemand nach der kranken Frau geschaut habe.