Identifizierung in zwei Wochen

Hamburg..  Die Opfer der Germanwings-Katastrophe werden nach Erwartung des Hamburger Rechtsmediziners Klaus Püschel in etwa ein bis zwei Wochen identifiziert sein.

Rechtsmediziner sind von Anfang an an der Bergung beteiligt. Diese ordnen bereits an der Absturzstelle Leichenteile zu. In einem Rechtsmedizinischen Institut, einer größeren Klinik oder auch in einer Turnhalle arbeiten dann mehrere Teams an der Identifizierung der Toten. Beteiligt sind neben Kriminalbeamten und Rechtsmedizinern auch Zahnärzte und Röntgenexperten.

Die Identifizierung erfolgt immer durch einen Vergleich von sogenannten Post-Mortem- mit Ante-Mortem-Daten. Das heißt, eine Identifizierungskommission vergleicht die Untersuchungsergebnisse der Rechtsmediziner mit der Passagierliste und bekannten körpereigenen Merkmalen wie Größe, Gewicht, Augen-, Haarfarbe und eventuellen Narben. Helfen können auch Röntgenbilder und vor allem ein Gebissbefund des Zahnarztes. Für einen DNA-Abgleich kann eine Zahn- oder Haarbürste des mutmaßlichen Opfers wichtig sein.