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IAEA: Iran arbeitet möglicherweise an Atombombe

19.02.2010 | 09:55 Uhr

Wien.Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat erstmals öffentlich von der Möglichkeit gesprochen, dass im Iran derzeit ein atomarer Sprengkopf gebaut werden könnte. Aus einem geheimen Bericht geht zudem hervor, dass der Iran damit begonnen habe, Uran auf 20 Prozent anzureichern.

Der Iran könnte nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bereits am Bau einer Atombombe arbeiten. Das geht aus einem geheimen Bericht von IAEA-Chef Yukiya Amano hervor, der am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Wien vorlag. Der IAEA liegen demnach Informationen vor, dass es im Iran geheime Arbeiten zur Entwicklung eines atomaren Sprengkopfes geben könnte - „momentan“ oder in der Vergangenheit. In früheren Berichten zum Iran hatte die IAEA nie auf aktuelle atomare Aktivitäten, sondern nur auf solche in der Vergangenheit verwiesen.

In dem Bericht bestätigte Amano zudem, dass der Iran damit begonnen habe, Uran auf 20 Prozent anzureichern. Der Iran habe der IAEA Messergebnisse vorgelegt, aus denen hervorgehe, dass in der Atomanlage in Natans bereits zwischen dem 9. und 11. Februar ein Anreicherungsgrad von bis zu 19,8 Prozent erreicht worden sei, erklärte er. Die Zentrifugen wurden demnach in Betrieb genommen, bevor Inpektoren der Atomenergiebehörde in Natans eintrafen.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte bereits vor einer Woche verkündet, dass iranische Wissenschaftler erste Mengen Uran auf 20 Prozent angereichert hätten. Der Iran benötigt das auf 20 Prozent angereicherte Uran nach eigenen Angaben für einen medizinischen Forschungsreaktor. Die USA und ihre Verbündeten verdächtigen das Land, unter dem Vorwand eines zivilen Atomprogramms Nuklearwaffen zu entwickeln. Einen IAEA-Kompromissvorschlag zur Urananreicherung im Ausland hatte die iranische Regierung abgelehnt. (afp)

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