Hohe Kosten in Revierstädten für Flüchtlinge

Düsseldorf..  Die finanziell notleidenden Ruhrgebietsstädte haben im ­vergangenen Jahr einen Großteil der Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Das geht aus einer Antwort von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) auf eine CDU-Anfrage hervor. Danach suchten 2014 mehr als 40 000 Menschen in NRW Schutz vor Krieg und Verfolgung.

Allein die klammen Revierstädte wie Essen (ca. 1100), Duisburg (1100), Dortmund (900), Bochum (760), Gelsenkirchen (600), Oberhausen (500), Mülheim (400), ­Hagen (410), Herne (400), Witten (230), Marl (200), Dorsten (200), ­Lünen (200), Gladbeck (160) oder Castrop-Rauxel (150) boten dabei einem Fünftel aller Flüchtlinge eine Unterkunft. Das mit Abstand größte Einzelkontingent nahm derweil mit knapp 2000 Menschen die einwohnerstärkste NRW-Stadt Köln auf.

Die CDU-Opposition kritisiert, dass die Städte einen beträchtlichen Teil der aktuellen Flüchtlingskosten für die Aufnahme in kommunalen Einrichtungen vorfinanzieren müssten, da sich die Erstattungen des Landes an weitaus geringeren älteren Zahlen orientierten. So seien für das laufende Jahr im Landeshaushalt nur rund 183 Millionen Euro für die Kommunen eingeplant – rund 60 Millionen zu wenig.