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Hoffnung für Alzheimer-Patienten

29.09.2008 | 23:15 Uhr
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Neue Methode stoppte die Krankheit bei Labormäusen. Klinische Tests müssen Wirksamkeit bei Menschen erst belegen

Essen. Die Alzheimer-Krankheit ist derzeit unheilbar. Jetzt hat ein Team von Wissenschaftlern an Mäusen einen neuen Wirkstoff getestet, der die typischen Ablagerungen in den Gehirnzellen fast völlig verhindert habe. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher in dem Fachblatt "Nature Medicine".

Das Mittel habe die Entstehung der Ablagerungen (Plaques) im Hirn von Labormäusen um 80 Prozent reduziert. Ob sich das Mittel auch für die Alzheimer-Therapie bei Menschen eignet, müssten nun klinische Tests erweisen. Dies werde mindestens sieben Jahre in Anspruch nehmen, sagte Hans-Ulrich Demuth von der Firma "Probiodrug" in Halle, die an der Studie beteiligt war. Demuth und sein Team hatten ein Enzym entdeckt, das besonders giftige Ablagerungen im Hirn entstehen lässt. Mit ihrem Wirkstoff konnten sie dieses Enzym blockieren.

Experten bewerten die Methode als "viel versprechend" und "interessant". Jedoch sei es vor Ablauf der klinischen Versuche noch zu früh, von einem "Durchbruch" zu sprechen. Kommentar Seite 2 Bericht Rhein-Ruhr

Von Christopher Onkelbach

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