Das aktuelle Wetter NRW 3°C
Papst

Historisches Treffen - Papst Franziskus besucht Vorgänger Benedikt

23.03.2013 | 14:19 Uhr
Historisches Treffen - Papst Franziskus besucht Vorgänger Benedikt
Papst trifft Vorgänger - das hat es in der Moderne noch nicht gegeben. Papst Franziskus (li.) hat am Wochenende den emeritierten Benedikt besucht.Foto: afp/Osservatore Romano

Rom.  Päpstliches Gipfeltreffen: Der emeritierte Benedikt empfängt seinen Nachfolger Franziskus - zum Meinungsaustausch und zu einem Essen. Beide kennen sich schon lange. Bald wird auch Benedikt wieder im Vatikan leben.

Historisches Treffen der Kirchengeschichte: Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat seinen Nachfolger Franziskus in Castel Gandolfo zu einem privaten Besuch empfangen. Auf der Piazza des Ortes über dem Albaner See kamen Applaus und Rufe nach Franziskus und Benedikt auf, als der neue Papst am Samstagmittag dort eintraf.

Vier Tage nach seiner feierlichen Amtseinführung flog das neue Oberhaupt der katholischen Kirche im Helikopter des Vatikans zu der päpstlichen Sommerresidenz südlich von Rom. Dort tauschten sich Franziskus und Benedikt vor einem Mittagessen in der Bibliothek aus.

Vor dem Umzug ins Kloster wohnt Benedikt im Castel Gandolfo

Joseph Ratzinger hatte seinen argentinischen Nachfolger am Landeplatz von Castel Gandolfo erwartet, wie der Vatikan mitteilte. Der am 28. Februar zurückgetretene Benedikt wohnt in der Residenz der Päpste bis zu seinem späteren Umzug in ein Kloster im Vatikan.

Einzelheiten wurden von der einzigartigen Gipfelbegegnung kaum erwartet, der Vatikan hatte den privaten Charakter des Treffens betont. Wie es heißt, hatte Benedikt ein persönliches Memorandum für seinen Nachfolger vorbereitet. Dieser muss sich mit mehreren Krisen befassen, so mit der "Vatileaks"-Affäre um Machenschaften im Vatikan.

Franziskus und Benedikt haben schon zweimal telefoniert

Der emeritierte deutsche Papst und der südamerikanische Nachfolger kennen sich seit langem und haben auch die Bücher des jeweils anderen gelesen. Jorge Mario Bergoglio hat Joseph Ratzinger seit seiner Wahl zum Papst mehrmals gewürdigt. Er dankte ihm vor den Kardinälen. Seit dem Konklave rief Franziskus außerdem zweimal bei Benedikt an.

Lesen Sie auch:
Papst Franziskus und der kirchliche "Gefällt-mir-Daumen"

Er ist der Mann der Gesten, der Symbole, des Volkes. Papst Franziskus segnet bei seiner Amtseinführung auf dem Petersplatz in Rom einen Behinderten – und führt den Gefällt-mir-Daumen ins kirchliche Leben ein.

Der 85-jährige Ratzinger war am 28. Februar wegen nachlassender Kräfte von dem Amt des Oberhirten seiner Weltkirche von knapp 1,2 Milliarden Katholiken zurückgetreten. Es war ein spektakulärer Schritt, weil er sein Pontifikat nicht bis zum Tod ausführen wollte.

Benedikt gelobte dem Nachfolger bedingungslosen Gehorsam und betet für Franziskus. Ein Schattenpapst will er nicht sein. Das Konklave mit der Papstwahl und die Amtseinführung des Argentiniers am vergangenen Dienstag verfolgte Ratzinger im Fernsehen vom Apostolischen Palast in Castel Gandolfo aus. (dpa)



Kommentare
25.03.2013
17:10
Historisches Treffen - Papst Franziskus besucht Vorgänger Benedikt
von steckritzel | #3

Das ich das noch erleben durfte!
Jetzt gibt es schon zwei von der Sorte.
Wenn der nächste Papst Monika heißt, dann zahlen wir wieder Kirchen Steuer.
Und wir wünschen allen Menschen ein schönes Fest der heidnischen Fruchtbarkeitsriten
gespickt mit christlichen Mystifikationen:
Frohe Ostern und dicke Eier !

23.03.2013
19:28
Historisches Treffen - Papst Franziskus besucht Vorgänger Benedikt
von donfernando | #2

Und sie vermehren sich doch! Trotz Zölibat! Jetzt sind es schon zwei. Vielleicht symbolisieren sie den Vater und den Sohn. Spannend: Wer wird den heiligen Geist machen? Thomas Gottschalk ist gerade frei, und sein Name ist immerhin Programm.

23.03.2013
15:57
Historisches Treffen - Papst Franziskus besucht Vorgänger Benedikt
von Faehrtensucher | #1

Benedict könnte ja, um einen historischen, vesöhnenden Brückenschlag herzustellen, im Papst Palast von Avignon eingesiedelt werden.
Gruß

3 Antworten
Historisches Treffen - Papst Franziskus besucht Vorgänger Benedikt
von Ondramon | #1-1

Oder in Oskar Lafontaines Villa, die er sich von den SED-Milliarden gebaut hat. Dann hätten zwei zusammengefunden, die zusammengehören, nämlich zwei Hinschmeißer. ;-)

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1-2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Historisches Treffen - Papst Franziskus besucht Vorgänger Benedikt
von Ondramon | #1-3

@Westfale21222 , was die Arbeitsleistung angeht, stellen Sie eine Behauptung auf, die Sie durch nichts belegen können. Und was das Hinschmeißen angeht, würde ich an Ihrer Stelle ein bißchen vorsichtiger sein: wer weiß, wie lange die Neoliberale Einheitspartei Deutschlands Sie in nicht allzu ferner Zukunft noch arbeiten läßt!?

Aus dem Ressort
Stuttgart 21 - Prozess um Wasserwerfer-Einsatz eingestellt
Bahnhof
Mehrere zum Teil schwer Verletzte und kein Urteil: Gut vier Jahre nach dem harten Wasserwerfereinsatz gegen Stuttgart-21-Demonstranten ist der Prozess gegen zwei Polizisten eingestellt worden. Die Gegner des Bahnprojekts sprechen von einem "Justizskandal".
Juncker wirbt bei EU-Ländern um Milliarlden-Investitionen
EU-Kommission
EU-Kommissionspräsident Juncker hat am Mittwoch im EU-Parlament für das europäische Investitionspaket in Höhe von 315 Milliarden Euro geworben. Mit einem "ehrgeizigen und neuen Ansatz" will Juncker die EU-Mitgliedsstaaten zu Infrastruktur-Maßnahmen anregen. Es setzt auf eine "Hebelwirkung".
Land NRW springt bei Schulsozialarbeit ein
Finanzen
Im Ringen um die Finanzierung von 1500 Schulsozialarbeitern in NRW hat die rot-grüne Landesregierung am Mittwoch eine Lösung verkündet. Damit sind die Stellen der Sozialarbeiter an den Schulen für die kommenden drei Jahre gesichert. Aber auch Kommunen müssen zahlen.
Opposition wirft Merkel "Neuauflage des Kalten Krieges" vor
Generaldebatte
Grüne und Linke nutzen die Debatte über den Kanzleramtsetat für Grundsatzkritik an der Regierung Merkel - und erkennen "grauen Nebel", "Nullkompetenz". Die Kanzlerin verteidigte vor allem ihren ihren Sparkurs. Man habe "über die Verhältnisse gelebt". Damit sei nun Schluss.
Grüner Hofreiter greift Merkel für nebulöse Politik an
Bundestagsdebatte
Die Linke wirft der Kanzlerin soziale Spaltung vor. Die Grünen halten Merkels Politik für diffusen Nebel. Ihr Lieblingsgegner beim Schlagabtausch im Bundestag ist aber Volker Kauder wegen seiner Haltung zur Frauenquote. "Heul doch", rufen die Grünen.
Umfrage
Die Große Koalition hat sich auf die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote geeinigt. Was halten Sie von der Maßnahme?

Die Große Koalition hat sich auf die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote geeinigt. Was halten Sie von der Maßnahme?

 
Fotos und Videos
Sakurai und Co.
Bildgalerie
Fotostrecke