Hat Guttenberg auch seinen Lebenslauf poliert?
21.02.2011 | 17:58 Uhr 2011-02-21T17:58:00+0100
Essen. Der Verteidigungsminister soll nicht nur bei der Doktorarbeit geschummelt haben. Auch sein Lebenslauf ist laut Medienberichten mindestens „aufgehübscht“.
Fast täglich gibt es neue Vorwürfe in der Schummel-Affäre um Guttenbergs Doktorarbeit: Weitere Plagiats-Hinweise tauchen auf. Auf zwei Dritteln der 400 Seiten von Guttenbergs Doktorarbeit sollen Kopien aufgetaucht sein, meldet die Website „Guttenplag.wiki.com“. Der Spiegel enthüllte zudem, dass Guttenberg für seine 2006 vorgelegte Doktorarbeit den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages in Anspruch genommen haben soll.
Nun soll der adlige Politiker auch seinen Lebenslauf aufgehübscht haben. Von „beruflichen Stationen in Frankfurt und New York“ schreibt Guttenberg auf seiner Internetseite, auch eine Tätigkeit als „freier Journalist bei der Tageszeitung Die Welt (bis 2002)“ listet er auf. Das aber sei „ganz offensichtlich übertrieben“, deckte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung auf. Es habe sich um mehrwöchige Studentenpraktika in Frankfurt und New York gehandelt. Und die Arbeit als Journalist habe sich während eines Zeitraums von sechs Monaten in „acht kleineren Beiträgen“ erschöpft, von denen vier mit anderen Autoren gemeinsam verfasst worden seien.
Als Jurist hat Guttenberg sein Studium mit „Prädikatsexamen“ abgeschlossen, wie der tabellarische Lebenslauf auf seiner Homepage vermerkt. Doch damit ist lediglich das erste Staatsexamen gemeint. In Deutschland gilt Guttenberg damit nicht als „Volljurist“, wozu ein Referendariat sowie ein zweites Staatsexamen nötig sind. Mit einer Doktorarbeit, so spekuliert die FAS, habe Guttenberg diesen Makel womöglich tilgen oder überspielen wollen.
Auch seine Tätigkeiten als „Geschäftsführender Gesellschafter der Guttenberg GmbH“ sowie als Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG seien laut FAS weniger anspruchsvoll gewesen, als es den öffentlichen Anschein hat. Beides habe gleichwohl als Beleg für seine Fähigkeiten auf wirtschaftlichem Gebiet gegolten.
In der freien Wirtschaft käme Guttenberg mit seinen Angaben im Lebenslauf kaum durch, glaubt der Mülheimer Managementberater Claus-Peter Barfeld. Er kennt sich aus mit geschönten Lebensläufen. „Es kommt vor, dass manipulierte Zeugnisse eingereicht werden“, sagt der Personalexperte. Für den Bewerber bringe das meistens wenig, „immer mehr Arbeitgeber lassen sich inzwischen die Originale vorlegen“. Viele seien misstrauisch, da es durch die mittlerweile üblichen Bewerbungen per E-Mail einfacher sei, Unterlagen zu manipulieren.
Ohne Reue schummeln
Zeugnisse brauchte zu Guttenberg hingegen gar nicht, um sein „Curriculum vitae“, seinen Lebenslauf, dem Wahlvolk zu präsentierten. Referenzen auch nicht. Was er angab, passte zu seinem stilvollen, selbstsicheren Auftritt auch auf internationalem Parkett.
Im Management reicht es nicht, wenn der Lebenslauf und das vom potenziellen Arbeitgeber geforderte Profil scheinbar perfekt passen. „Wenn wir der Meinung sind, dass wir einen geeigneten Kandidaten gefunden haben, erkundigen wir uns häufig bei den früheren Arbeitgebern“, sagt der Personalberater, der für Unternehmen Fach- und Führungskräfte sucht. In der freien Wirtschaft wäre zu Guttenberg mit diesem Lebenslauf wohl kaum durchgekommen, resümiert der Experte.
Auch die Wissenschaft kennt das „Phänomen Guttenberg“. Vermutlich hat die Psychologin Amy Brunell von der Ohio State University den Namen des Verteidigungsministers noch nie gehört, doch könnten ihre Ergebnisse zum Verständnis seines Verhaltens beitragen. In ihrer Studie untersuchte sie den Aufstiegswillen narzisstischer Persönlichkeiten, also selbstverliebter Menschen mit ausgeprägtem Selbstwertgefühl.
Studenten mit narzisstischer Veranlagung seien eher geneigt, bei Prüfungen zu fälschen oder zu pfuschen, zeigte sie in ihrer Studie mit 200 Testpersonen. „Narzissten wollen von anderen bewundert werden, sie müssen ihr übersteigertes Selbstwertgefühl bewahren“, schreibt sie in dem Fachblatt „Personality and Individual Differences“.
Um zu bekommen, was sie wollen, schieben sie moralische Bedenken zuweilen beiseite, so Brunell – und hätten nicht einmal ein schlechtes Gewissen dabei. „Ohne Reue schummeln sie sich nach oben.“

21:40
da kann man mal sehen wie dumm und manipulierbar das B.I.L.D. lesende volk ist...
da lügt und betrügt man sich hoch..man prostituiert sich auf das peinlichste....und dennoch???..alle lieben ihn..obwohl er nix also garnix geleistet hat....schlimm schlimm
16:02
@ Ich habe mir gerade die Pressekonferenz der Uni angesehen....au wei...die schwimmen ganz schön...Der Doktorvater Prof. Häberle ist nicht zuerreichen lt. Uni auf Auslandsreisen. Die Ausrede hatten schon andere!!!!!!!
Er muss zurückttreten. Ein Verteidigungsminister der für die Sicherheit unseres Landes Zuständig ist, ist ein Lügner und Betrüger..Halleluja...schlimmer geht es nicht.
Er ist nicht glaubwürdig b.z.w. vertrauenswürdig!!!!!!
Durch sein Bleiben wird den Betrügern und Schalartanen der Bundestag weit geöffnet. Frau Merkel muss handeln...Schnellstens
15:53
Die Franfurter Allgemeine Zeitung hat enthüllt, dass Guttenberg auch seinen Lebenslauf geschönt hat. Aus Praktika wurden berufliche Stationen. Wie toll kann es ein Unionsminister eigentlich treiben?
12:59
Wahrscheinlich ist das Gel auch ein Plagiat!
12:09
Jeden Tag neue Offenbahrungen in Sachen seiner Doktorarbeit, nun beim Lebenslauf in Verbindung mit übersteigerter Selbstdarstellungsucht und Selbstverliebtheit !
Wann beendet der Plagiator Guttenberg dieses unwürdige Theater um seine Person und tritt freiwillig zurück ?Als Minister ist er mit dieser Vita jedenfalls nicht mehr tragbar oder hat er jetzt auch noch das Pattexsyndrom !
11:45
Wer einmal betrügt, dem traut man auch weitere Betrügereien zu. Und im Ministeramt: Kundus, Gorch Fock, tote Soldatin, Tote Soldaten in Afghanistan, Öffnung und Leerung von Feldpost der Soldaten. Alle diese Fragen sind nicht volksgerecht beantwortet. Guttenberg muss gehen.
10:59
Wo kommen wir denn hin, wenn Lügereien und Betrügereien toleriert und als Kavaliersdelikt hingestellt werden? Und das bei Politikern! Ich habe mal gelernt, dass Politiker Vertreter des Volkes sind und ein Vorbild sein sollen!
Wie in der WAZ vor ein paar Tagen zu lesen, stehen 2/3 der Deutschen weiterhin zu KTvG.
Bald haben wir dann italienische Verhältnisse.
08:48
@
Leute ...er kam zu der Erkenntnis seinen Titel abzugeben..Zitat nachdem er am Wochenende nochmal seine Arbeit gelesen hat. Der glaubt tatsächlich die Menschen hier nehmen ihn den Unfug ab. Tatsächliche Reue sieht anders aus. Er begreift auch nicht ,dass er betrogen und gelogen hat. Er steht auf einer Bühne mit einem Glas Apfelwein und dem Nachfolger von Koch auf einer Parteiversammlung und läßt sich feiern und spielt er das Unschuldslamm...wie ein fünfjähriges Kind.
er hat gelogen und betrogen , davon kein Wort.... Zurücktreten will er aber nicht.....Ein Schaumschläger und Scharlatan.......
07:58
was soll ich meinen Kindern eigentlich an werten und Tugenden mit auf den weg geben...
trete die armen... und verhöhne sie ... harz4 , 5 euro- mehr, eher weniger....
dreh grumme Dinger und sag du kannst dich an nichts erinnern .... Helmut kohl...Spendenskandal
belüge die leute und mach reiche noch reicher.. von der leyen .. Elterngeld...
sei bestechlich.. ********* und Westerwelle (Hotelsteuer) ...
ergauner dir deinen Status... merkt ja keiner und hat auch keine konzequenzen.. gutteberg etc..
mach was du willst egal was andere denken... die Mehrheit der deutschen ist gegen Akw..
...
DU BIST DEUTSCHLAND
wer wählt diese verlogenen Volksvertreter eigentlich noch ...
07:30
Der Blender der Nation...frage mich wie so was angeblich der beliebteste Politiker sein kann...haben wir etwa die italienische Krankheit?
Der letzte so beliebte Politiker ist der ganzen Welt noch gut im Gedächtnis^^