Das aktuelle Wetter NRW 18°C
Politik

Haseloff zieht sich aus Landesparteispitze zurück

14.10.2012 | 15:13 Uhr
Foto: /dapd/Jens Schlueter

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff will das Amt des CDU-Vizelandeschefs abgeben. "Ich will mich, wie mein Vorgänger, ganz auf die Arbeit als Regierungschef konzentrieren können", sagte Haseloff der Nachrichtenagentur dapd am Sonntag in Magdeburg und bestätigte damit einen Bericht des MDR.

Magdeburg (dapd). Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff will das Amt des CDU-Vizelandeschefs abgeben. "Ich will mich, wie mein Vorgänger, ganz auf die Arbeit als Regierungschef konzentrieren können", sagte Haseloff der Nachrichtenagentur dapd am Sonntag in Magdeburg und bestätigte damit einen Bericht des MDR. Seit seinem Vorgänger Wolfgang Böhmer (CDU) werde in Sachsen-Anhalt "klar und erfolgreich auf eine Aufgabenteilung zwischen Landesvorsitz und Ministerpräsidentenamt" gesetzt.

Der 58-jährige Haseloff ist seit dem Jahr 2004 Vizechef der CDU und will nun beim Landesparteitag am 10. November in Leuna nicht mehr kandidieren. Den Kontakt des Kabinetts zur Partei gewährleiste Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) bestens, sagte Haseloff. Mit Blick auf das Bundestagswahljahr 2013 wolle er dafür sorgen, das trotz aller Wahlkampfthemen die Zusammenarbeit in der Koalition mit der SPD in Sachsen-Anhalt nicht beeinträchtigt werde.

Neben Haseloff wird sich nach Informationen des Senders MDR Sachsen-Anhalt auch Parteivize Thomas Leimbach nicht mehr zur Wahl stellen, wie MDR Online berichtet. Zwei der drei Vizeposten sind neu zu besetzen. Innenminister Holger Stahlknecht sagte dem MDR, er wolle kandidieren, nachdem er von vielen Parteimitgliedern gefragt worden sei. Er habe das Gefühl, dass es gewünscht sei, wenn er den Parteivorsitzenden und den Vorstand unterstützen würde.

Der Chef der CDU-Fraktion im Landtag, André Schröder, wird laut MDR ebenfalls erstmals kandidieren. Für den dritten Stellvertreterposten stellt sich Bundestagsmitglied Heike Brehmer zur Wiederwahl.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Türkische Bürger, die zu ihrem Ehepartner nach Deutschland ziehen wollen, müssen nach einem EuGH-Urteil keine Sprachtests absolvieren. Eine richtige Entscheidung?

Türkische Bürger, die zu ihrem Ehepartner nach Deutschland ziehen wollen, müssen nach einem EuGH-Urteil keine Sprachtests absolvieren. Eine richtige Entscheidung?

 
Aus dem Ressort
Tausende Menschen fliehen vor Kämpfen aus Nord-Gaza
Israel
Im Gaza-Konflikt ist kein Ende des Blutvergießens in Sicht. Knapp eine Woche nach Beginn ihrer Offensive weitete die israelische Armee ihren Einsatz gegen militante Palästinenser noch aus. Die israelische Armee warnt mit Flugblättern vor Angriffswelle. Schulen werden zu Notunterkünften.
US-Spionage in Deutschland belastet die Freundschaft
Außenminister
Die amerikanische CIA soll mehrere „Maulwürfe“ in deutschen Ministerien platziert haben. Und ein Linken-Politiker berichtet von Attacke auf sein Handy.Frank-Walter Steinmeier und John Kerry wollen den Streit um die US-Spionage in Deutschland entschärfen, aber es gibt immer neue Enthüllungen.
Putin und Merkel fordern von Kiew Dialog mit Separatisten
Ukraine
Die Situation in der Ostukraine verschlechtert sich weiter, bei Luftangriffen kamen dutzende Menschen ums Leben. Nach Moskauer Behördenangaben kam es erstmals zu einem Todesopfer auf russischer Seite. Vize-Außenminister Karassin kritisierte die erneute Grenzverletzung und kündigte eine Antwort an.
CDU-Landeschef Laschet wirft Kraft vor, ziellos zu regieren
NRW
NRW-CDU-Chef Armin Laschet findet, das größte Bundesland sollte in Berlin viel mehr mitmischen. Rüttgers, Steinbrück, Clement und Rau hätten auch im Bund für NRW gekämpft – Kraft aber nicht. Er wolle, dass NRW im Wettbewerb mit den anderen 16 Bundesländern nicht immer hinten lande.
Israel attackiert Hamas am Boden - folgt neue Offensive?
Nahost-Konflikt
Die Gefechte zwischen Israel und den palästinensischen Extremisten werden immer heftiger. Die Rufe nach einer Feuerpause verhallen ungehört. Ein israelisches Kommando greift die Hamas am Boden an. Zudem sollen Einwohner des nördlichen Gazastreifens ihre Wohngebiete bis zum Mittag räumen.