Hahn von hinten

Auf dem Weg zu Grundschule und Kindergarten sah ich gestern zwei Mitarbeiter des Bauhofs. Sie gruben am Straßenrand ein Loch in den Asphalt und verankerten dort eine Halterung, in die sie eine Warnbake steckten. „Ach, wieder mal hier“, dachte ich, weil das rot-weiße Schild regelmäßig umgefahren wird. Von der Rückbank fragten die Kinder, warum etwas eigentlich ständig neu aufgestellt wird, wenn es nur wenig später wieder kaputt ist. Bevor eine Antwort fällig wurde, hatten wir schon die Ampel erreicht, links war der neue Hühnerwaggon vom Bauern zu sehen, ein schicker Stall, mit zwei Rampen für das Federvieh, das hinein ins Geschützte kann oder ins Nest, wenn ein Ei zum Ausgang drückt. Mir fiel der Hahn auf, der sich gerade von hinten in ziemlich eindeutiger Absicht einer Henne näherte und hatte Glück, weil in diesem Moment nicht der Hahn, sondern die Ampel auf Grün sprang. Sicher, die Frage zum Hahn („was macht der da mit dem Huhn?“) wäre zu beantworten gewesen. Aber die Zeit drängte. Und Aufklärung ist nichts für den letzten Drücker...