Hacker im Irak fangen Daten von US-Militärdrohnen ab
29.07.2010 | 09:40 Uhr 2010-07-29T09:40:00+0200
Bagdad.Hacker im Irak ist es offenbar gelungen, Einsatzdaten der US-Streitkräfte abzufangen. Das US-Verteidigungsministerium bestätigten einen Medienbericht, dass Aufständische im Irak die Videosignale von Militärdrohnen empfangen könnten. Sie nutzten dazu ein Programm, dass im Internet für knapp 26 Dollar zu haben ist.
Aufständischen im Irak ist es mit Hilfe eines billigen und frei erhältlichen Programms gelungen, Videoübertragungen aus Drohnen der US-Streitkräfte abzufangen. Die technisch hochgerüsteten ferngesteuerten Fluggeräte gelten als eines der wichtigsten Spionagesysteme des US-Militärs.
Ein ranghoher Beamter aus dem Verteidigungsministerium bestätigte am Donnerstag einen Bericht des «Wall Street Journal», wonach schiitische Aufständische die Datenübertragung der Drohnen geknackt haben. Sie konnten die Aufklärungsvideos sehen und mitschneiden. Dem Beamten zufolge gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass sie die elektronischen Signale stören oder sich einer Drohne bemächtigen konnten. Es werde daran gearbeitet, die Sicherheitslücke zu schließen, sagte der Gewährsmann, der nicht namentlich genannt werden wollte, da es sich um Geheimdienstinformationen handelte.
Auch die Taliban setzen auf High-Tech
Dem «Wall Street Journal» zufolge nutzten die vom Iran unterstützten Aufständischen regulär erhältliche Programme wie «SkyGrabber», um die Videos von einem ungesicherten Kommunikationskanal der Drohnen mitzuschneiden. Das Programm, das die mehrere Millionen teuren High-Tech-Vögel anzapfen kann, kostet im Internet ganze 25,95 Dollar (knapp 18 Euro).
Die Sache sei aufgeflogen, als bei Festnahmen Drohnen-Aufnahmen auf irakischen Laptops sichergestellt worden seien, schrieb die Zeitung weiter. Laut «Wall Street Journal» haben Aufständische auch in Afghanistan Videodaten von Drohnen abgefangen.
Die Drohnen werden sowohl zur Überwachung als auch für gezielte Raketenangriffe eingesetzt. Eine Live-Überwachung der unbemannten Flugzeuge hätte für mögliche Feinde des US-Militärs den Vorteil, die Arbeit der Aufklärer verfolgen zu können. Daraus könnten zweifelsohne Schlüsse auf bevorstehende Angriffe gezogen werden. Im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet setzen US-Militär und Geheimdienst die Drohnen regelmäßig für Luftangriffe auf mutmaßliche Topterroristen ein. Allein am Donnerstag wurden bei zwei solchen Angriffen in Pakistan 17 Menschen getötet. (afp)

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22:56
So werden Leser bei Laune gehalten, Rentner und Hausfrauen unterhalten und Lücken gefüllt. Ist doch perfekt!
22:45
Stimmt. einfach aml googel.
US-Drohnen mit 26-Dollar-Software gehackt - Netzpolitik ...
17. Dez. 2009 ... Die schiitischen Kämpfer im Irak nutzten Programme, wie etwa SkyGrabber - das für 25.95 Dollar im Internet erhältlich ist - um die ...
derstandard.at/.../Krieg-20-US-Drohnen-mit-26-Dollar-Software-gehackt
19:26
Und wieder hat die WAZ einen asbach-uralten Artikel ausgegraben und setzt sie dem Leser vor.