Militär
Guttenberg stellt Teilabzug aus Afghanistan in Aussicht
16.11.2009 | 23:08 Uhr 2009-11-16T23:08:00+0100
Brüssel/Kabul. Verteidigungsminister Guttenberg hält einen Abzug der Bundeswehr in einigen Teilen Afghanistans schon im nächsten Jahr für möglich. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen äußerte sich ähnlich, forderte aber zugleich mehr Truppen. Derweil kämpft das Land mit der Korruption.
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hofft, dass die Bundeswehr nächstes Jahr Teile Nordafghanistans an die einheimischen Sicherheitskräfte übergeben kann. «Wir hören, dass es in der Nato diese Zielsetzung gibt, dass man auch die Übergabe in Verantwortung darstellen kann», sagte zu Guttenberg am Montagabend in Brüssel. «Diese Zielsetzung teilen wir grundsätzlich.» Bedingung seien aber konkrete Fortschritte vor Ort.
Auch die Nato denkt an Teilabzug...
Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bestätigte: «Ich halte es für realistisch, den Prozess der Übergabe von Sicherheitsverantwortung nächstes Jahr in bestimmten Gebieten und Bezirken zu beginnen, wo es die Bedingungen zulassen.» Ob dazu auch Teile des Einsatzgebiets der Bundeswehr im Norden Afghanistans gehören, wollte Rasmussen nicht bestätigen: «Es ist noch ein bisschen zu früh, sich auf bestimmte Bezirke festzulegen.»
Zu Guttenbergs Antwort bezog sich indes konkret auf Nordafghanistan. Eine Übergabe der Verantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte müsse aber «an Kriterien gebunden sein, und diese Kriterien müssen erfüllt sein», schränkte der Verteidigungsminister ein.
...fordert aber stärkeres Engagement
Rasmussen betonte, insgesamt würden in Afghanistan mehr Soldaten benötigt als bisher. «Insbesondere brauchen wir Ressourcen für die Schulung afghanischer Sicherheitskräfte. Wir brauchen Ausbilder, Ausrüstung, wir brauchen Geld, um die wachsende Anzahl afghanischer Sicherheitskräfte zu finanzieren», sagte der Nato-Generalsekretär.
Die afghanische Regierung kündigte unterdessen einen dritten Anlauf zur Bekämpfung der Korruption an. Afghanische Kabinettsmitglieder versicherten auf einer Pressekonferenz in Kabul, dieses Mal seien die Erfolgsaussichten wegen der starken internationalen Unterstützung und einem echten Erfolgswillen besser. Eine spezielle Einheit soll gegen Bestechung, Günstlingswirtschaft und Korruption vorgehen. Die afghanische Regierung steht international unter erheblichem Druck, die Korruption einzudämmen.
Gescheiterte Korruptionsbekämpfung
Der afghanische Innenminister Hanif Atmar sagte, die neue Einheit sei mit Hilfe amerikanischer und britischer Polizeibehörden sowie Interpols aufgebaut worden. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte am Sonntag mit einer Streichung der Hilfsgelder für Afghanistan gedroht, wenn Kabul nicht für die Verwendung des Geldes Rechenschaft ablege.
Die erste Antikorruptionsabteilung Afghanistans wurde aufgelöst, nachdem ihr Chef in den USA wegen Rauschgiftdelikten angeklagt worden war. Die zweite wurde im Sommer vergangenen Jahres mit großen Versprechungen gegründet, die Korruption im Staatsapparat blieb aber eines der größten Probleme Afghanistans.
Zwölf Tote bei Raketenangriff auf Markt
Derweil gehen die Anschläge im Land weiter. Der Kommandeur der französischen Truppen in Afghanistan, Brigadegeneral Marcel Druart, entging am Montag nur knapp einem Anschlag militanter Extremisten. Während eines Besuchs Druarts auf in der Stadt Tagab schlugen auf dem Marktplatz zwei Raketen ein, dabei wurden nach Angaben eines französischen Militärsprechers mindestens zwölf Zivilpersonen getötet. (ap)

18:01
Das wird aber sicher dem Verhinderer des Wortes Krieg, Herrn Jung, sehr weh tun. Also war dieser doch in der Sache unfähig. Und jetzt ist er Arbeitsminister. Daran sieht man, was dieser Mann alles kann. Nämlich gar nichts.
14:24
Jetzt weiß jeder warum Herr von Guttenberg ein so wichtiges am wie den Verteidigungsminister bekleidet.
Endlich stärkt mal ein verantwortlicher Politiker unseren Soldaten den Rücken und gesteht ein das wir sie in Afghanistan in einen Kriegseinsatz geschickt haben.
Er wird auch den afghanischen Politiker klar aufzeigen was wir von ihnen erwarten.
12:09
@Bob
Ich schrieb, daß bisher überwiegend Logistikeinheiten und nur ein kleiner Teil kämpfendes Personal vor Ort ist. Die Kampftruppen sind aber in Bezug auf die verschärfte Sicherheitslage zuwenig. Deswegen hat der Kommandeur schon vor Monaten weitere Kampftruppen angefordert.
11:19
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10:33
^^ Mal ganz ehrlich und vollkommen unabhängig davon, wie schwachsinnig dieser ganze Einsatz ist. Warum hacken hier alle auf Guttenberg rum ? Der hat in den paar Tagen wo er V-Minister ist mehr sinnvolles und ehrliches in Bezug auf diesen Einsdatz gesagt als sein Vorgänger in den ganzen letzten Jahren !
Davon ab @ #15 ein Bürger : Wenn Logistik-einheiten raus sollen und Kampf-einheiten dafür rein, dann ist das wohl ja eine klare Kapitulationserklärung in Bezug auf die Geschichte vom Wiederaufbau-Einsatz, der nur militärisch abgesichert werden muss oder nicht ?
10:14
15 sie schreiben eine Kampfeinheit.
Fuer Kampf muss ich kaempfen also doch Kriegseinsatz oder sie schreiben KRAMPFEINSATZ.
Stuffz von und zu muss zurueck und Guido und Mutti im Schloss bewachen.
10:12
Banjoboy,das Ende wird der feine Herr aufgrund ungewöhnter,weil nichtadeliger Verpflegung vor Ort.nicht erleben.Wein,Weib und Gesang sind ebenfalls nicht ausreichend vorhanden.Der Jüngling tritt seinen Rückzug eher als die Truppe an,und verpieselt sich schnellstens wieder in wohlige,heimische Gefilde.Eigentlich schade,denn von ihm könnten die im Kundus ansässigen Stammesfürsten eine gewisse Kultur des deutschen Adels übernehmen.
09:30
Ich habe gehört Stabsunteroffizier zu Guttenberg bleibt jetzt bis zum Schluss da.
09:28
Die 120 Soldaten sind vom Kommandeur in Kundus angefrodert worden!
Dieser Forderung wurde nun endlich Rechnung getragen.
Trotzdem können Teile der Bundeswehr nächstes Jahr abgezogen werden, wo ist das Problem.
Diese 120 Mann sind eine reine Kampfeinheit, daran haperte es nämlich bisher in der Gegend, weil der Rest zum greoßen Teil zur Logistik gehörte.
08:57
Ach darum schickt der Gegelte da noch mehr rein, die sollen beim Packen helfen