Großbritannien sieht Falklandinseln von Argentinien bedroht

1982 hatten Großbritannien und Argentinien wegen des Inselgruppe im Südatlantik Krieg geführt.
1982 hatten Großbritannien und Argentinien wegen des Inselgruppe im Südatlantik Krieg geführt.
Foto: Leo La Valle
Was wir bereits wissen
Wieder einmal geht es in Großbritannien um die entfernten Falklandinseln, auf die auch Argentinien Anspruch erhebt. Angeblich droht eine Invasion.

London.. Großbritannien reagiert auf angebliches argentinisches Säbelrasseln im Falkland-Konflikt mit der Stationierung weiterer Militärhubschrauber auf der Inselgruppe im Südatlantik. London werde zwei große Transporthubschrauber entsenden, um die Reaktionsfähigkeit der auf den Falklandinseln verbliebenen britischen Truppen zu erhöhen, sagte Verteidigungsminister Michael Fallon am Dienstag im britischen Parlament.

Überseegebiet "Die Gefahr bleibt, es ist eine sehr konkrete Gefahr, wir müssen darauf reagieren", sagte Fallon zuvor dem BBC Radio 4. Das Boulevardblatt "Sun" berichtete am Dienstag, ein interner Bericht des Ministeriums deute darauf hin, dass eine Invasion wahrscheinlicher geworden sei. Die argentinische Regierung bezeichnete es als "absolut ungerechtfertigt", dass eine vermeintliche Bedrohung Argentiniens zur Aufstockung des britischen Militäretats und der Militarisierung der Inseln benutzt werde. Der Dialog und Verhandlungen seien der einzige Weg zur Lösung des Streits.

Das Falkland-Engagement Großbritanniens verschlingt jedes Jahr Millionen britischer Pfund. Deshalb ist ein Festhalten an dem Übersee-Gebiet auch in London hinter den Kulissen nicht völlig unumstritten.

Die Falklandinseln liegen rund 400 Kilometer vor Argentinien. Sie waren 1833 nach längerem Streit britisch geworden, Argentinien hat seinen Anspruch aber nicht aufgegeben. Dort heißen die Inseln Malvinas. 1982 waren sie während des Falklandkriegs zehn Wochen lang von Argentinien besetzt. Dem britischen Militär zufolge sind auf den Inseln Einheiten der Luftwaffe, der Marine und des Heeres stationiert. 2013 hatten sich die Bewohner der Inselgruppe mit überwältigender Mehrheit für einen Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen. (dpa)