Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Schuldenkrise

Griechisches Parlament stimmt Schuldenschnitt zu

23.02.2012 | 16:42 Uhr
Griechisches Parlament stimmt Schuldenschnitt zu
Das griechische Parlament hat dem Schuldenschnitt mit den privaten Gläubigern zugestimmt.

Athen.  Die Mission "Griechenland-Rettung" ist einen Schritt weiter: Das Parlament in Athen hat den für den Schuldenschnitt mit privaten Gläubigern freigemacht. Das internationale Rettungspaket sieht vor, dass die Gläubiger Griechenland Schulden in Höhe von 107 Milliarden Euro erlassen.

Das griechische Parlament hat einem Gesetz zugestimmt, das den Weg für den mit den Privatgläubigern vereinbarten Schuldenschnitt ebnet. Die Abgeordneten in Athen nahmen die Vorlage zu den Modalitäten der geplanten Umschuldung im Eilverfahren am Donnerstagnachmittag an. Das internationale Rettungspaket für das von der Pleite bedrohte Land sieht vor, dass die Gläubiger Griechenland Schulden in Höhe von 107 Milliarden Euro erlassen.

Die Finanzminister der Eurozone hatten sich in der Nacht zum Dienstag auf ein zweites Rettungspaket für Griechenland verständigt. Neben dem Schuldenschnitt sieht es neue Hilfen für Athen in Höhe von 130 Milliarden Euro bis zum Jahr 2014 vor. Ziel ist es, den griechischen Schuldenstand bis 2020 von derzeit 160 Prozent der Wirtschaftsleistung auf 120,5 Prozent zu drücken.

Die privaten Gläubiger sollen dabei nach Nennwert auf rund 53,5 Prozent ihrer Schulden verzichten. Dazu muss Athen in den kommenden Wochen einen Anleihenumtausch auf den Weg bringen. Durch niedrigere Zinsen für die neuen Papiere liegt der Verzicht der Privatgläubiger de facto höher. Die griechische Regierung hofft, dass mindestens 66 Prozent der Gläubiger dem Schuldenschnitt freiwillig zustimmen. Dann könnnte sie die übrigen zum Umtausch zwingen.

Facebook
 
Kommentare
23.02.2012
19:43
Und es geht doch
von Pandora0611 | #2

Das ging aber schnell! Und dann noch im Eilverfahren!
Wenn es um Reformen und Einsparungen geht, dann dauert das Monate oder Jahre, wenn überhaupt.
Aber heir geht es um "Hilfsgelder", die es abzugreifen gilt.

23.02.2012
17:03
Griechisches Parlament stimmt Schuldenschnitt zu
von DU-Kersten | #1

Es geht doch gar nicht mehr um Griechenland. Der Euro steht auf wackeligen Beinen.
Und um das zu vertuschen wird gerettet und gerettet.
Der ESM-Fond soll jetzt schon erhöht werden.
Das ist Erpressung der Bürger, was hier passiert.
DIe Presse schreibt nur über die technischen Details.
Schäuble will schon wieder die Wahlen in Griechenland verschieben.
Die griechischen Zahlungen sollen auf ein Sonderkonto gehen.
Was das für die Demokratie bedeutet, kann sich jeder denken.
Hallo Presse !!!! Wann schreibt ihr mal über den ESM-Vertrag ????

1 Antwort
Zum ESM-Vertrag
von Pandora0611 | #1-1

Hier ein Bericht aus der SZ:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/esm-beschlossen-so-funktioniert-der-krisenfonds-1.1265780

Oder ein Video was es bedeutet:
http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0&feature=player_embedded#!

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6393724/create

Umfrage
Bürger sollen künftig häufiger gefragt werden, ob sie zu einer Organspende bereit wären. Können Sie sich vorstellen, Organspender zu werden?
 
Aktuelle Fotos und Videos
Karikatur vom Tage
Bildgalerie
Fotostrecke
Norbert Röttgen - Aufstieg und Fall
Bildgalerie
Rücktritt
David McAllister geht "baden"
Bildgalerie
Boot kentert
Triumph der Sozialisten
Bildgalerie
Frankreich
Aus dem Ressort
UN-Sicherheitsrat tagt in Krisensitzung zu Syrien-Massaker
Syrien
Der UN-Sicherheitsrat wird sich nach Angaben von Diplomaten noch am Sonntag treffen, um über das Massaker im syrischen Hula mit mindestens 109 Toten zu diskutieren. Das Gremium werde sich um 20.30 Uhr deutscher Zeit treffen, hieß es.
Foto 4 Kommentare 4
Bruder von chinesischem Bürgerrechtler Chen aufgetaucht
Menschenrechte
Der Bruder des blinden chinesischen Dissidenten Chen Guangcheng ist nach Angaben eines Menschenrechtsanwalts in sein Dorf im Osten Chinas zurückgekehrt. Chen war in der vergangenen Woche nach Peking gereist. Kurz darauf verschwand er.