Griechenland legt Geldgebern neue Reformvorschläge vor

Bis Ende Juni muss die griechische Regierung um Ministerpräsident Alexis Tsipras einen Kompromiss mit den Gläubigern gefunden haben - sonst droht die Staatspleite.
Bis Ende Juni muss die griechische Regierung um Ministerpräsident Alexis Tsipras einen Kompromiss mit den Gläubigern gefunden haben - sonst droht die Staatspleite.
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Was wir bereits wissen
Die griechische Regierung hat der EU ein Papier mit Reformvorschlägen vorgelegt. Bis Ende Juni muss ein Kompromiss mit den Gläubigern gefunden werden.

Brüssel.. Die griechische Regierung hat den Gläubigern nach dem Elmauer G7-Gipfel neue Reformvorschläge vorgelegt. Wie am Dienstag in EU-Kreisen betätigt wurde, werden sie derzeit von den internationalen Geldgebern geprüft. Griechische Insider meinten, die Vorschläge würden so, "wie sie jetzt sind", nicht von den Gläubigern akzeptiert.

Griechenland Nach griechischen Medieninformationen wurde ein Papier von sieben Seiten mit Reformvorschlägen in der Nacht zum Dienstag der EU übermittelt. Der Athener Nachrichten-Radiosender Skai berichtete, drei Seiten beträfen die Sparmaßnahmen und die anderen vier Seiten, wie Griechenland in den kommenden Jahren finanziert werden solle. Aus offiziellen Quellen in Athen gab es zunächst keine Bestätigung.

Hilfsprogramm für Griechenland läuft Ende Juni aus

Derzeit laufen in Brüssel Vorgespräche vor einem weiteren Krisengespräch der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras und dem französischen Präsidenten François Hollande.

Griechenland ist akut von einer Staatspleite bedroht. Das Hilfsprogramm für das Euroland läuft Ende Juni aus. Bis dann muss ein Kompromiss über das von den Geldgebern aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) geforderte Reformpaket gefunden werden. Sonst können Hilfen von 7,2 Milliarden Euro nicht ausgezahlt werden. (dpa)