Gleiche Rechte für alle Ehepaare

Das „Ja“ der Iren zur Homo-Ehe hat neuen Zündstoff für die Debatte in Deutschland geliefert: Der Druck auf die Gegner der Gleichstellung von homosexuellen Lebenspartnern und Ehepaaren wächst.
Das „Ja“ der Iren zur Homo-Ehe hat neuen Zündstoff für die Debatte in Deutschland geliefert: Der Druck auf die Gegner der Gleichstellung von homosexuellen Lebenspartnern und Ehepaaren wächst.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Es ist kaum haltbar, Homo-Paaren die vollständige Gleichstellung zu verwehren – und dabei mit dem Kindeswohl zu argumentieren. Genau das tut die Union.

Sind schwule Männer schlechtere Väter? Leiden Kinder, wenn sie bei lesbischen Müttern aufwachsen? Das sind Fragen, die man nicht beantworten kann. Denn die Frage ist falsch gestellt: Weil es zu nichts führt, wenn man Elterngruppen vergleicht und so tut, als könne man dabei etwas über die Beziehungs- oder Erziehungsqualität sagen.

Es gibt gute und schlechte Beispiele – egal, ob die Eltern schwul, lesbisch oder heterosexuell sind, alleinerziehend oder zu zweit, vermögend oder arm, ausländisch oder deutsch. Es ist deshalb kaum haltbar, Homo-Paaren die vollständige Gleichstellung zu verwehren – und dabei mit dem Kindeswohl zu argumentieren. Genau das tut die Union seit Jahren.

Es wäre klüger – und zeitgemäßer – zu sagen: Wer dauerhaft Verantwortung für andere übernehmen will, soll heiraten dürfen. Mit allen Rechten und allen Pflichten. Egal, ob der Ehepartner ein Mann ist oder eine Frau.