Giftgas-Opfer: Stoppt das Töten in Syrien

New York..  Vor dem UN-Sicherheitsrat haben Opfer und Ärzte über ­mutmaßliche Giftgas-Angriffe in ­Syrien und das unendliche Leid der Bevölkerung berichtet. Ihr Appell an die internationale Gemeinschaft: „Stoppt das Töten in Syrien.“

Die drastischen Schilderungen und ein Video, das den grausamen Gifttod von drei Kleinkindern ­zeigte, hätten die Ratsmitglieder „sichtlich bewegt“, sagte Samantha Power, US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, nach der Sitzung am Donnerstag. Besagtes Video zeigte den mutmaßlichen Chlorgas-Angriff im Nordwesten Syriens am 16. März. Zu sehen waren unter
­anderem hilflose Ärzte in einem Feldlazarett in der Stadt Sarmin, die verzweifelt versuchten, die Kinder vor dem Tod zu retten. Vergeblich.

Die Kontrollbehörde für Chemiewaffen untersucht derzeit mutmaß­liche Chlorgas-Angriffe. Experten der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) hatten ­bereits im vergangenen Jahr deut­liche Beweise für den „systema­tischen und wiederholten“ Einsatz des toxischen Gases gegen Dörfer im Norden Syriens gesammelt. Chlorgas fällt nicht unter die von einer Konvention verbotenen Chemie­waffen, da es auch für zivile Zwecke eingesetzt werden darf. Allerdings ist der Einsatz als Waffe verboten.

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