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Gewerkschaft fordert mehr Lehrer für immer weniger Schüler

27.05.2013 | 18:16 Uhr
Gewerkschaft fordert mehr Lehrer für immer weniger Schüler
Die GEW fordert, mindestens bis 2018 keine Lehrerstellen zu streichen.Foto: dpa

Düsseldorf.   Die Gewerkschaft GEW fordert, die Zahl der Lehrer an den Schulen in NRW zumindest konstant zu halten. Und das, obwohl die Schülerzahl sinkt. Eine Idee für die Finanzierung hat sie nicht, dafür hat sie einen anerkannten Bildungsforscher auf ihrer Seite.

Trotz sinkender Schülerzahlen in NRW dürfen mindestens bis 2018 keine Lehrerstellen gestrichen werden, um wichtige rot-grüne Reformvorhaben nicht zu gefährden. Diese Forderung an die rot-grüne Landesregierung untermauert die Lehrergewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit einer Studie.

Nach dem Gutachten des Essener Bildungsforschers Klaus Klemm wären über die derzeit 166.000 Stellen hinaus sogar weitere 4300 nötig, um etwa kleinere Klassen oder mehr Ganztagsunterricht zu erreichen.

Die Landesregierung will ab 2015 Stellen abbauen

Nach Angaben Klemms, der sich auf offizielle Statistiken stützt, werden die Schülerzahlen in NRW bis 2020 von 2,7 auf 2,3 Millionen sinken. Rein rechnerisch bedeute dies, dass damit 23.200 Lehrer-Vollzeitstellen überflüssig wären. SPD und Grüne haben sich darauf verständigt, diese so genannten „Demografiegewinne“ zumindest bis 2015 „im System“ zu belassen, sprich: in den Schulen.

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Der GEW reicht das nicht. „Dieser Zeitpunkt ist viel zu früh angesetzt“, kritisiert Landeschefin Dorothea Schäfer, die zunächst bis 2018 eine Garantie gegen Stellenabbau verlangt. Sie verweist auf das Gutachten. Danach wären allein 27.500 Stellen notwendig, um die rot-grünen Bildungsprojekte umzusetzen.

Tausende Lehrer nötig für die Pläne von Rot-Grün

Laut Klemm werden allein für die Umsetzung der Inklusion, also des gemeinsamen Unterrichts mit behinderten Kindern, bis zum Jahr 2020 rund 4100 Stellen benötigt. Über 5500 Stellen sind nach der Studie für den Ausbau des Ganztags unverzichtbar, 6250 für eine verbesserte Schüler-Lehrer-Relation, 4000 für die Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie 7500 Erzieherinnen-Stellen für den Krippenausbau, den Klemm in seine Prognose mit eingerechnet hat.

Schäfer bemängelte, dass in NRW im Durchschnitt aller Schulformen auf einen Lehrer 16,4 Schüler kommen. Damit liege das Land vor Schleswig-Holstein (16,5) bundesweit auf dem vorletzten Platz. Am besten schneidet Thüringen mit 12,3 Schülern pro Lehrer ab.

Theo Schumacher

Kommentare
28.05.2013
08:51
Gewerkschaft fordert mehr Lehrer für immer weniger Schüler
von HarryCane | #2

Also ich bin ja eher für sinnvolle Kommentare.

Es ist doch klar, dass mehr Lehrer benötigt werden, wenn man sich genau anguckt, was heute alles...
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5 Antworten
Gewerkschaft fordert mehr Lehrer für immer weniger Schüler
von guentherpaul | #2-1

Es gibt zwei Wege: Entweder man strebt die 1-zu-1 Betreuung an (mit ungewissen Erfolgsaussichten) oder die Lehrer bespaßen die Schüler während der Schulzeit und erteilen ihnen am Ende das" Zeugnis der Reife". Letzteres ist deutlich preiswerter und zwangsläufig erfolgreicher.

HarryCane
von Ismet | #2-2

Ich schätze Ihre Kommentare:
hier haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Aber das viele "aus der Türkei stammende Kinder ganz ganz schlecht Deutsch sprechen“ würden kann ich so nicht bestätigen. Ich habe selbst 3 Kinder und bei keinem wurden sprachliche Mängel angesprochen. Ich weiß, dass ich nicht für alle Türken respektive Migranten sprechen kann, tue es dennoch. Man sollte nicht pauschal Urteilen über Migranten und deren Kinder.
Danke.

Was die Problematik der geringen Anzahl von Lehrern angeht, kann ich sehr wohl bestätigen das da noch sehr viel Luft nach Oben ist (was die Anzahl und Qualität der Lehrer angeht).
Ich behaupte jetzt mal folgende These:
Die Politik verfolgt einen Plan um wenigen eine gute Bildung zu ermöglichen, damit Deutschland den Zuzug von Migranten braucht um die Löhne niedrig zu halten. Die Folgen wären ein erweiterter Niedriglohnsektor und eine Schicht die noch Reicher wird. Quasi US Amerikanische Verhältnisse mitten in Europa…

Gewerkschaft fordert mehr Lehrer für immer weniger Schüler
von HarryCane | #2-3

@Ismet

Zu Ihrer Vermutung 100 % Zustimmung. Anders kann man das wirklich kaum interpretieren.

Zu den vielen insbesondere türischen Migranten-Kindern
Bitte nicht falsch verstehen. Ich möchte auf gar keinen Fall eine Pauschal-Verurteilung vornehmen oder sowas!!
Aus sehr nahen Erfahrungsberichten aus dem Grundschulbereich ist es leider trotzdem die Wahrheit, dass von allen Nationalitäten die türkischen Kinder anscheinend auf auffallend häufigsten die größten sprachlichen Schwierigkeiten haben. (Bitte auf keinen Fall Anti-Türkisch oder so versehen!!)

Polen, Marrokaner, Italiener...etc. es gibt überall solche und solche Fälle, doch bei den Türken fällt es einfach stark auf. Ich kann mich sogar eine einen Fall erinnern, den ich ganz besonders schlimm fand.
Da geht der Sohn in die gleiche Grundschule, in die sein Vater vor vielen Jahren ging, und kann trotzdem kaum ein Wort deutsch.
Obwohl der Vater es selbst in der Schule gelernt hat, also 2. Gerneration. Das ist unfassbar.

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2-4

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HarryCane
von Ismet | #2-5

Ich habe nicht erwartet, das Sie mich persönlich angreien würden.
Wenn ich Ihre Zeilen so lese bzgl. des einen türkischen Kindes, denke ich das die Eltern dieses Kindescauf ganzer Linie versagt haben. Anders kann ich es mir erklären.
Davon abgesehen, der Besuch des Kindergartens ist auch Pflichtveranstaltung, wo die Basis für die Sprache und den Umgang mit anderen Kindern gelegt wird...
Es ändert aber nichts an der Tatsache, das die Politik hier am falschen Ende spart. Ich würde so gerne am Düsseldorfer Landtag demonstrieren... nur der "Michel" will komischerweise nicht mitmachen.
Deutschland schafft sich ab sage ich es mal mit den Worten von Thilo Sarrazin :-(

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Gewerkschaft fordert mehr Lehrer für immer weniger Schüler
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2013-05-27 18:16
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