Gesundheitsausgaben steigen – Patienten zahlen aber weniger

Die Gesundheitskosten steigen - am stärksten im ambulanten Bereich.
Die Gesundheitskosten steigen - am stärksten im ambulanten Bereich.
Foto: Jan Woitas/Illustration
Was wir bereits wissen
Knapp 4000 Euro gibt jeder Deutsche jährlich im Schnitt für seine Gesundheit aus. Insgesamt stiegen die Ausgaben um vier Prozent auf 315 Milliarden Euro.

Wiesbaden.. Die Ausgaben für Gesundheit steigen stärker als die Wirtschaftsleistung Deutschlands. Das berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden. Jeder zehnte Euro fließt in diesen Sektor. 2013 waren das 3910 Euro pro Bürger.

Gesundheitsausgaben steigen auf 315 Milliarden Euro

Insgesamt betrugen die Gesamtgesundheitsausgaben 314,9 Milliarden Euro, vier Prozent mehr als 2012. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt lag bei 11,2 Prozent - Tendenz steigend: 2012 waren es 11 Prozent, 2011 waren es 10,9 Prozent. "Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist durch den stärkeren Anstieg der Gesundheitsausgaben im Vergleich zur Wirtschaftsleistung zu erklären", berichtete Destatis.

Kinderbetreuung Mehr als die Hälfte der Ausgaben zahlte die gesetzliche Krankenversicherung (181,5 Milliarden Euro, plus 5,3 Prozent). Privatpersonen übernahmen knapp 14 Prozent (42,9 Milliarden Euro, minus 0,6 Prozent); dass sie entlastet wurden, lag am Wegfall der Praxisgebühr. Die privaten Krankenkassen trugen knapp zehn Prozent der Kosten (28,9 Milliarden Euro, plus 3,3 Prozent).

Stärkster Anstieg bei ambulanten Pflegeeinrichtungen

Die Hälfte der Ausgaben entfiel auf Güter und Dienstleistungen im ambulanten Bereich (155,5 Milliarden Euro, 4,1 Prozent mehr). Den stärksten Anstieg gab es bei ambulanten Pflegeeinrichtungen (12,3 Milliarden Euro, 9 Prozent mehr) und bei sonstigen medizinischen Praxen wie Physiotherapie (11 Milliarden Euro, plus 5,9 Prozent). (dpa)