Geruchserfahrungen
20.06.2007 | 08:46 Uhr 2007-06-20T08:46:44+0200GLOSSIERTWenn man für längere Zeit außer Landes ist, sollte einem kurz vorher kein größeres Malheur passieren. Vor allem dann, wenn es so knapp ist, dass man es vor Reiseantritt nicht mehr beseitigen kann.
Vor gut zwei Wochen brach ich in Richtung Hauptstadt auf. Und am Vorabend passierte es: Die Ölwarnlampe meines Autos begann zu blinken. Also nix wie hin zur Tanke, Öl gekauft, einen halben Liter nachgefüllt und den Rest in der verschlossenen Flasche im Kofferraum verstaut. Als ich am nächsten Morgen auf dem Weg zum Bahnhof noch den Schirm aus dem Auto holen wollte, bemerkte ich die Katastrophe: Die Öl-Flasche war nicht verschlossen - vielmehr hatte sie sich dazu entschlossen, ihren Inhalt dem Kofferraum zu übergeben. Mir blieb nix anderes übrig, als den Schlamassel so zu belassen.
Seit meiner Rückkehr ist Auto fahren eine völlig neue Geruchserfahrung. Andere haben Wunderbäume am Spiegel hängen, ich kutschiere eine in Öl getränkte Kofferraum-Matte durch die Gegend. Das ist jetzt meine persönliche Note. sgx

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