Germany introduces road toll for foreigners

"Maut" – the German word for road toll. Foreign motorists will soon have to pay for driving on German motorways.
"Maut" – the German word for road toll. Foreign motorists will soon have to pay for driving on German motorways.
Foto: Jens Büttner/Archiv
Was wir bereits wissen
As of 2016, foreign motorists visiting Germany will have to pay a road toll. We answer the most urgent questions.

Berlin.. All German motorways will soon be subject to a road toll. The German parliament has approved the controversial plan of the ruling coalition. German citizens will also have to pay the toll but the amount is offset by a reduction in car tax. Transport Secretary Alexander Dobrindt wants to introduce the new law at the beginning of 2016. We answer the most pressing questions for motorists visiting Germany.

Which roads are subject to the road toll?

Foreign motorists have to pay a charge when using German motorways. German citizens also have to pay for using the B-roads.

How much is the road toll?

There are several tariffs:

  • Road toll for a whole year will be between 74 and 130 Euros, depending on the size and CO2-emission of the car.
  • There is also ten-day-tariff available which will be between 5 and 15 Euros.
  • The two-month-toll will be between 16 and 30 Euros.

How will the road toll be monitored?

There will be no badges for the car. Instead, the German system will use the licence plate and check it against a database. The gathered data will be erased quickly, the Government promises.

What fines do motorists face if they don't pay the toll?

There will be fines but the Government has yet to decide on the final sum. The fines will also be collected abroad.

Why is the road toll so controversial in Germany?

There are doubts if the German plans are compatible with European law. Many see it as a form of discrimination of foreigners prohibited by EU-law. (dpa/übersetzt von sjb)

Deutsche Version: Maut beschlossen - was sich für Autofahrer ändert

Für Autobahnen und Bundesstraßen in Deutschland soll künftig eine Pkw-Maut kassiert werden. Der Bundestag beschloss am Freitag die umstrittenen Gesetze der großen Koalition. Sie sehen zudem eine Maut-Entlastung für Inländer über eine geringere Kfz-Steuer vor. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will die sogenannte Infrastrukturabgabe 2016 einführen. Worauf müssen sich Autofahrer bei der Pkw-Maut einstellen? Einige wichtige Punkte des Gesetzespakets:

Straßennetz: Inländer sollen für das knapp 13 000 Kilometer lange Autobahnnetz und das 39 000 Kilometer lange Netz der Bundesstraßen Maut zahlen. Pkw-Fahrer aus dem Ausland nur auf den Autobahnen.

Pkw-Maut Mautpreise für Inländer: Alle inländischen Autobesitzer müssen eine Jahresmaut zahlen, die vom Konto abgebucht wird. Sie richtet sich nach Größe und Umweltfreundlichkeit des Autos. Im Schnitt kostet sie 74 Euro, maximal 130 Euro. Benziner sind günstiger als Diesel.

Mautpreise für Fahrer aus dem Ausland: Für Ausländer gibt es neben der genauso berechneten Jahresmaut eine Zehn-Tages-Maut für 5, 10 oder 15 Euro sowie eine Zwei-Monats-Maut für 16, 22 oder 30 Euro.

Ausgleich für Inländer: Inländer sollen für Mautzahlungen durch eine geringere Kfz-Steuer wieder entlastet werden - auf den Cent genau. Bei besonders schadstoffarmen Autos (Euro 6) ist es möglich, für Maut und Steuer künftig etwas weniger zu zahlen als jetzt für die Steuer.

Besondere Fahrzeuge: Mautpflichtig sind auch Wohnmobile. Motorräder, Elektroautos, Wagen von Behinderten und Krankenwagen sind mautfrei.

Kontrollen: Statt an Klebe-Vignetten sollen Mautzahler über das Nummernschild ihres Autos zu erkennen sein. Kontrolliert werden soll dies in Stichproben durch einen elektronischen Kennzeichen-Abgleich. Daten sollen nur hierfür erfasst und schnell wieder gelöscht werden.

Strafen: Wer keine Maut zahlt und erwischt wird, muss eine Geldbuße zahlen. Eine genaue Höhe nennt das Gesetz vorerst nicht. Geldbußen sollen auch im Ausland eingetrieben werden.

Rückzahlungen: Inländer, die nachweisen wollen und können, dass sie in einem Jahr nicht auf Autobahnen und Bundesstraßen gefahren sind, können die Maut zurückfordern. Nachweis könnte ein Fahrtenbuch sein.

Rechtliche Zweifel: An den Einnahmen und der rechtlichen Zulässigkeit gibt es weiterhin Zweifel. EU-Recht untersagt eine Benachteiligung von Ausländern. Das Gesetzespaket ist den Regierungsplänen zufolge im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig. (dpa)