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Wahlkampf

Gerangel um Spitzenkandidatur bei den Grünen

17.08.2012 | 21:02 Uhr
Gerangel um Spitzenkandidatur bei den Grünen
Im Gerangel um die Spitzenkandidatur der Grünen im Bundestagswahlkampf hat am Freitag auch Renate Künast ihren Hut in den Ring geworfen.Foto: dapd

Berlin.  Wer führt die Grünen in den Bundestagswahlkampf? Im Wettstreit um die Spitzenkandidatur haben am Freitag Fraktionschefin Renate Künast und Kathrin Göring-Eckardt ihr Interesse angemeldet. Auch Jürgen Trittin und Claudia Roth wollen kandidieren. Unstimmigkeiten gibt es darüber, ob eine Doppelspitze oder ein mehrköpfiges Team die Grünen anführen soll.

Nach Jürgen Trittin, Claudia Roth und Katrin Göring-Eckardt erhebt nun auch Grünen-Fraktionschefin Renate Künast Anspruch auf eine Führungsrolle im Bundestagswahlkampf. "Ich bewerbe mich, eine der beiden Spitzenkandidaten zu werden", sagte Künast am Freitag der "Süddeutschen Zeitung". Sie wolle damit "einen Beitrag dazu leisten, dass die Grünen ihr Spitzenergebnis von 2009 noch einmal toppen" und auf diese Weise "die schwarz-gelbe Koalition ablösen" können.

Zuvor hatten Fraktionschef Jürgen Trittin und Parteichefin Claudia Roth angekündigt, für eine Doppelspitze bereitzustehen. Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt warb hingegen am Freitag in einer persönlichen Erklärung für eine Führungsmannschaft. Göring-Eckardt wandte sich damit gegen Pläne, mit nur zwei Spitzenkandidaten anzutreten.

Länderrat soll über weiteres Vorgehen entscheiden

Bis zum 2. September müssen alle Bewerber für die Spitzenkandidatur bekannt sein. Dann soll ein Länderrat entscheiden, wie es mit der Kandidatenkür weitergeht. Künast sagte der "SZ", neben der Urwahl sei auch eine Wahl auf einem Bundesparteitag möglich. Sie bevorzuge keines der beiden Verfahren. Göring-Eckardt dagegen warnte vor einer Urwahl. Diese löse keine Begeisterung aus. Sie würde sich aber einer Urwahl nicht verweigern.

Göring-Eckardt will auch dann antreten, falls ihr Vorstoß für ein Wahlkampfteam verworfen wird und es bei der Doppelspitze bleibt. Damit scheint eine Urwahl des grünen Spitzenduos für die Bundestagswahl im Herbst 2013 sicher.

Künast lehnt die Teamlösung ab

Die Benennung eines "Spitzenteams" könnte die "Lähmung und Selbstbeschäftigung" der Partei beenden, argumentierte Göring-Eckardt, die auch Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Gemeinsames Ziel sei es, 2013 Schwarz-Gelb abzulösen und einen "echten Neuanfang mit der SPD einzuleiten". "Für dieses Ziel will ich mit aller Kraft und allen meinen Möglichkeiten in einem Grünen-Spitzenteam kämpfen", schrieb die Grüne in ihrer Erklärung.

Künast lehnt eine Teamlösung offenkundig ab. Sie bewerbe sich darum, "eine der beiden Spitzenkandidaten" zu werden, sagte die Fraktionsvorsitzende dem Blatt und fügte hinzu: "Es geht um eine Funktion auf Zeit, bei der zwei Köpfe weiter vorne stehen und motivieren müssen." Wie groß die Chancen von Künast sind, ist unklar. Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2011 war sie als Spitzenkandidatin angetreten und hatte das Ziel der Grünen verfehlt. Danach wurde sie parteiintern zum Teil heftig kritisiert. (dapd/rtr)

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Kommentare
19.08.2012
15:16
Wozu braucht man Renate Künast?
von orirar | #27

[Off Topic]

2 Antworten
Gerangel um Spitzenkandidatur bei den Grünen
von orirar | #27-1

Das Programm der Frau Künast ist OT?

Ich möchte schon wissen weshalb sie Gewählt werden will.

Gerangel um Spitzenkandidatur bei den Grünen
von Der.Marlboro.Mann | #27-2

Als (äußerst) schlechtes Beispiel!!!

18.08.2012
23:45
Gerangel um Spitzenkandidatur bei den Grünen
von meinemeinungdazu | #26

#11:
Bravo. Ihre Argumentation sitzt. Geleistet haben die Grünen nur die Sozialverräterschaft unter der Führung des SPD-Schröder, der wiederum seine Partei mehrheitsunfähig gemacht hat.

18.08.2012
19:42
Gerangel um Spitzenkandidatur bei den Grünen
von Der.Marlboro.Mann | #25

Ob Grüne oder die Piraten
ich fühle mich verraten
selbst schwarz, gelb und rot
nimmt mir nur die Wurst vom Brot.....

18.08.2012
17:10
Gerangel um Spitzenkandidatur bei den Grünen
von xxyz | #24

Wenn du nicht mehr weiter weisst, bilde einen fuehrungskreis.

Dass frau kunast selbst nach berlin weiter herumpoltert , zeugt von einem gesunden Selbstbewusstsein.

Naja, um die Mannschaft zu waehlen, muss man schon ziemlich gruen sein.

18.08.2012
15:53
Gerangel um Spitzenkandidatur bei den Grünen
von aufkoks | #23

Die grünen führen ?? Ich glaube nicht das die Marsmännchen einen von denen bei sich haben wollen.

18.08.2012
13:28
Gerangel um Spitzenkandidatur bei den Grünen
von wohlzufrieden | #22

Die sind (sich) doch alle nicht grün...

18.08.2012
11:47
Gerangel um Spitzenkandidatur bei den Grünen
von Rally8 | #21

Die Grünen haben es aber auch schwer, weil die Merkel so gut ist (Atomausstieg) und der NOCH sPD-Vorsitzende Gabriel die gleichen Plätze besetzt. So gehen alle Ziele im Scheinargument der Anderen unter oder bleibt etwas übrig?

18.08.2012
11:08
Gerangel um Spitzenkandidatur bei den Grünen
von Pit01 | #20

Ach ja, wenn ich hier die lupenreinen Kommentare lese..... naja, dafür haben wir ja schliesslich die Meinungsfreiheit.

18.08.2012
10:47
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #19

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

18.08.2012
10:42
Gerangel um Spitzenkandidatur bei den Grünen
von kuhermi | #18

Ich wundere mich noch heute, das die sich damals wegen der Rotiazon ,nicht gegenseitig umgebracht haben.

1 Antwort
Gerangel um Spitzenkandidatur bei den Grünen
von Pit01 | #18-1

#18

Nana, da übertreiben Sie aber. Übrigens, was ist gemeint mit "Rotiazon". Den Begriff kenne ich noch nicht, wohl aber rotieren und Rotation.

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