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Studie

Gelsenkirchens OB fordert mehr staatliche Hilfe für arme Kinder

21.10.2012 | 18:22 Uhr
Gelsenkirchens OB fordert mehr staatliche Hilfe für arme Kinder
Kein Kinderspiel: Viele Kinder wachsen in Armut auf, vor allem in den Großstädten.Foto: dapd

Gelsenkirchen.   Gelsenkirchen führt die bundesweite Armuts-Rangliste an. Dort wachsen 40,5 Prozent der unter Dreijährigen in Familien auf, die auf Sozialhilfe angewiesen sind. Das Revier folgt damit nicht dem allgemeinen Trend. Bundesweit ist das Risiko für Kleinkinder, in Armut aufzuwachsen, nämlich gesunken.

Das Risiko für Kleinkinder, in Armut aufzuwachsen, ist im vergangenen Jahr insgesamt zwar leicht gesunken, bleibt aber in vielen Großstädten auf hohem Niveau. Besonders schlimm ist die Lage im Ruhrgebiet. In Gelsenkirchen ist das Armutsrisiko für die Kleinsten sogar bundesweit am größten. Das geht aus einer Auswertung der Bertelsmann Stiftung hervor. Etwa jedes fünfte Kind unter drei Jahren ist in Deutschland von Armut bedroht.

Die Negativliste der Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern wird angeführt von Gelsenkirchen. Dort wachsen 40,5 Prozent der unter Dreijährigen in Familien auf, die auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind. Im Ranking der Kinderarmut folgen Halle an der Saale mit 38,1 Prozent, Essen (34,4 Prozent) und Berlin (34,3 Prozent). In Duisburg, Dortmund und Oberhausen lebt jedes dritte Kleinkind in Armut. Das Ost-West-Gefälle verringert sich laut der Studie. Seit 2008 habe sich die Kinderarmutsquote im Osten bei unter Dreijährigen von 33,4 auf 25,5 Prozent reduziert.

Baranowski sieht den Bund in der Pflicht

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) sieht den Bund in der Pflicht. Geld dürfe nicht mehr „nach Himmelsrichtung, sondern nach Bedürftigkeit“ verteilt werden, sagte er dieser Zeitung.

Kommentar
Arme Kinder, reiches Land - von Matthias Korfmann

Im vergangenen Jahr lebten in Deutschland 367 .000 Kleinkinder in Armut – eine stattliche Großstadt. Die armen Kinder wird das reiche Land, in dem immer mehr Menschen in Ehren ergrauen, sehr bald brauchen.

„Bei dem Thema werde ich wütend“, sagt Frank Baranowski, Oberbürgermeister von Gelsenkirchen. Gerade erst hat die Bertelsmann Stiftung seiner Stadt den Spitzenplatz im deutschen „Kinderarmuts-Ranking“ zugewiesen. Das heißt: 40,5 Prozent der unter Dreijährigen lebten im Jahr 2011 in Familien, die ohne Sozialhilfe nicht klarkommen. Zum Vergleich: In München waren es 11,8 Prozent.

Baranowski glaubt, dass die arme Stadt Gelsenkirchen das tut, was sie tun kann: „Wir versuchen mit allen Mitteln dafür Sorge zu tragen, dass die Kleinsten gute Startchancen haben. Zum Beispiel mit Betreuungsketten, Ganztagsschulen, mit Familienhilfe, Hausbesuchen und Vorsorgeuntersuchungen. Aber ohne staatliche Unterstützung, zum Beispiel durch Impulse für den Arbeitsmarkt, durch Beendigung der Geldverteilung nach Himmelsrichtungen statt nach Bedürftigkeit, wird es keine schnellen Erfolge geben.“

Bochum mit 27,3 Prozent nicht ganz so schlecht

Baranowski, der auch Sprecher der Ruhr-SPD ist, erinnert an den Verfassungsauftrag, gleiche Lebensverhältnisse in Deutschland zu schaffen. „Ich könnte wesentlich besser schlafen, wenn ich wüsste, dass die Kinder, die unsere Zukunft bedeuten, überall die bestmöglichen Rahmenbedingungen vorfinden – egal, ob in Ost oder West, in Nord oder Süd.“

Hartz IV
Jedes vierte Kind im Ruhrgebiet lebt von Hartz IV

Der Paritätische Wohlfahrtsverband ist besorgt über die Kinderarmut im Ruhrgebiet. Durchschnittlich jedes vierte Kind sei im Revier von Hartz IV betroffen. Trauriger Spitzenreiter ist Gelsenkirchen. Aber auch in Städten wie Essen, Oberhausen oder Mülheim steigt der Anteil der Hartz-IV-Kinder.

Etwas besser als in Gelsenkirchen, aber im bundesweiten Vergleich immer noch Besorgnis erregend, ist mit 33,3 Prozent die Armutsquote der Kinder in Dortmund und Duisburg. Bochum schneidet mit 27,3 Prozent nicht ganz so schlecht ab.

Eigentlich sinkt die Armutsquote

Das Kuriose dabei: Eigentlich sinkt die Armutsquote der Kleinkinder in Deutschland seit 2008 kontinuierlich. Diese Entwicklung geht aber laut Bertelsmann Stiftung an den Großstädten weitgehend vorbei. Ähnliches gilt für Nordrhein-Westfalen im Vergleich zu den Bundesländern im Osten. Thüringen schnitt in diesem Kinderarmuts-Vergleich vor drei Jahren noch erheblich schlechter ab als NRW. Inzwischen sind diese Länder fast gleichauf.

Jörg Dräger von der Bertelsmann Stiftung plädiert als Konsequenz aus den Armutszahlen für eine bedarfsorientierte Verteilung von Geld: „Wo die Probleme größer sind, muss auch mehr Geld für gute Kitas und gezielte Förderung des Wohnumfeldes investiert werden.“

Matthias Korfmann



Kommentare
23.10.2012
16:41
@9 mein liebes Gelsenkirchen
von Pilger | #11

Sie werden es mir nicht verübeln, wenn ich zwecks Meinungsbildung auf unabhängige Medien zurückgreife, statt mich ausschließlich auf das zu verlassen, was die Verantwortlichen der Stadt Gelsenkirchen auf ihrer Homepage als Information anbieten. Wenn Sie schon Empfehlungen aussprechen, dann möchte ich das auch und lege Ihnen den Beitrag aus der ZDF Sendung Frontal "Fußballträume auf Steuerkosten" ausgestrahlt im November 2009, ans Herz.

Anbetracht der Armut in Gelsenkirchen, die ja nicht erst seit heute bekannt ist, dann kann man sich als Bewohner dieser Stadt eigentlich nur für seine Politiker schämen, wenn sie Millionen aus dem Stadtsäckel in den Fußball investieren und drei Jahre später die Hand aufhalten, über Armut jammern und anfangen zu betteln.

Und weil Politiker nicht für den Moment gewählt werden, sondern für mehrere Jahre, können Sie getrost sein, dass es auch in Zukunft Bürger geben wird, die Sie an ihre Entscheidungen erinnern, auch wenn Sie das als "Predigten" empfinden.

22.10.2012
13:57
.
von AuroraBorealis | #10

@ Pilger | #8

Sie haben den eigentlichen Knackpunkt der besonders harten Armut in Gelsenkirchen sehr treffend und präziese erklärt.
Die sPD-geführte Stadt stand unter Haushaltsaufsicht, dann kam eine kurze Verschnaufspause. Weil, Gelsenkirchen hatte einen ausgeglichenen Haushalt erreicht. Dieses gelang nur unter massiven Einsparungen bei den Leistungen der Bürger dieser Kommune gegenüber. Genau zu diesem Zeitpunkt als die Stadt nicht unter Haushaltsaufsicht stand, genau zu diesem Zeitpunkt wurde der durch das städtische Unternehmen GEW erwirtschaftete Gewinn NICHT dem kommunalen Haushalt zugeführt. Nein, ganz im Gegenteil. Der Gewinn wurde in die Sportstätte eines Privatunternehmens - des örtlich führenden Fußballvereins verballert. Seither steht die Kommune wieder unter Haushaltsaufsicht.

2 Antworten
Gelsenkirchens OB fordert mehr staatliche Hilfe für arme Kinder
von gelsenkirchen | #10-1

Leider auch falsch

@ gelsenkirchen | #10-1
von AuroraBorealis | #10-2

Dann einfach richtig stellen!

Los!

22.10.2012
13:39
Gelsenkirchens OB fordert mehr staatliche Hilfe für arme Kinder
von gelsenkirchen | #9

@ pilger

Lieber Pilger, das ständige Wiederholen falscher Aussagen macht sie nicht richtiger. Keinesfalls hat die Stadt Gelsenkirchen ihr letztes Geld in den Bundesligafussball gesteckt. Ganz im Gegenteil zu den von Ihnen angefügten Behauptungen, ist es das erklärte Ziel der Stadt Gelsenkirchen und des Oberbürgermeisters, allen Kindern von Geburt an Förderung und Unterstützung von Geburt an zukommen zu lassen. Ich empfehle dazu die Lektüre der Seite www.gelsenkirchen.de/Leben_in_GE/Pressestelle/Jedem_Kind_seine_Chance.asp.

Vor weiteren "Predigten", lieber Pilger, informieren Sie sich doch bitte auch über die GEW und deren Erwerb von Anteilen an der Stadiongesellschaft. Dieses Engagement der GEW war und ist ökonomisch sinnvoll und kostet weder Steuergeld, noch wurde der Haushalt belastet.

22.10.2012
12:17
Gestern Soli, heute Kinderarmut - wann fordert Frank Baranowski endlich den Weltfrieden?
von Pilger | #8

Vor gut 2 Jahren steckte Frank Baranowski die letzten 20 Millionen Euro, über welche die Stadt Gelsenkirchen noch frei verfügen konnte, in den Bundesligafussball und förderte damit diejenigen, die in Gelsenkirchen mit Abstand das meiste verdienen. Trotz heftiger Kritik von Sozialverbänden und bundesweiten Schlagzeilen in den Medien war dem Sozialdemokraten der Fußball wichtiger als die Kinderarmut in seiner Stadt. Statt sich jetzt medienwirksam zu empören und wütend Geld beim Bund einzufordern, wäre es angebrachter, zu überdenken, in wieweit Millionengeschenke an den Fußball Sinn machen, wenn die Bewohner einer Stadt zu Hauf in die Armut abgleiten. Armut anzuprangern ist einfach und populär, genauso wie Geld von anderen zu fordern. Baranowski sollte sich allerdings erst einmal an die eigene Nase fassen und überlegen was er und seine Stadt tun können, um das Elend zu bekämpfen. Für Fußball ist schließlich auch immer genug Geld dagewesen.

22.10.2012
11:44
@ AuroraBorealis | #5
von Partik | #7

Jaja, der JobCenter-Mitarbeiter ist mal wieder der Böse, der den armen Kunden nicht genügend unterstützt :-))

Schuld haben immer die anderen. Klar, dass man so nichts schafft. Welcher Arbeitgeber braucht schon Mitarbeiter, die den ganzen Tag Schuldige für die eigene Unfähigkeit suchen?

Mehr Sozialleistungen für Kinder wären nur der Versuch, die katastrophalen Zustände in den Familien zu überdecken. Die Forderungen top Kitas, Ganztagsschulen, Vorsorgeuntersuchungen usw. zeigen deutlich wo es krankt: an den Eltern.

Ohne Eigeninitiative der Eltern schafft es auch ein Guitverdiener-Kind nicht per Definition auf die Uni. Nur hat so ein Kind Eltern, die es fördern, fordern, und sich dahinterklemmen, anstatt es vor dem Fernseher zu parken.

Wer meint, mit einer deutlichen Erhöhung der Sozialleistungen würde es den Kindern signifikant besser gehen, ist ein Träumer. Auch Geld macht Kinder nicht schlauer, das sollte bekannt sein. Ohne engagierte Eltern ist das rausgeworfen Geld.

1 Antwort
Gelsenkirchens OB fordert mehr staatliche Hilfe für arme Kinder
von AuroraBorealis | #7-1

Insgesamt betrachtet sind Ihre Kommentare es nicht wert, dass sie gelesen werden.
Doch - Gegensatz zu Ihnen - verfüge ich über eine ausgesprochen hohe Empathie und möchte diese weiterhin noch vertiefen. Darum lese ich hier auch die krudesten Kommentare, so wie die Ihrigen.

Sie scheinen sich aber langsam zu bessern. Denn auch Sie haben - wie zuvor unter # 5 von mir bereits geschehen - erkannt, dass man sich nun nicht nur allein auf die Jüngsten konzentrieren darf. Die Älteren und die Alten müssen genauso mit ins Boot genommen werden.
Das sagt mein Kommentar aus, das sagt Ihr Kommentar aus.
Denn was nützt es, wenn einem Kind ein "gutes Buch" in die Hand gedrückt wird, die Eltern aber wegen z. B. den ständig Probleme aufwerfenden Jobcenter (JC) den Kopf vor lauter Sorgen, Nöten und Extstenzängsten nicht frei haben?!
Die Art und Weise wie man auch hier in Gelsenkirchen seitens der JC mit den "Kunden" *hust hust* umspringt grenzt schon an Machenschaften, wie man sie nur in der DDR kannte.

22.10.2012
09:46
Gelsenkirchens OB fordert mehr staatliche Hilfe für arme Kinder
von B.Schmitz | #6

Es sollten mal Arbeitsplätze geschaffen werden. Aber die Regierung führt ja noch mehr Schwachsinn ein, damit die Völker nicht mehr arbeiten gehen.

22.10.2012
09:38
Bei der Jobcentermitarbeiterschaft ist dringend eine Qualitätskontrolle erforderlich!
von AuroraBorealis | #5

Es ist richtig, dass man sich auch um die Jüngsten kümmern möchte.

Aber es bringt nicht viel, wenn man medienwirksam auf den aktuellen Hype "Sich-um-die-Jüngsten-kümmern" aufspringen will und dabei das Fundament, nämlich die Älteren und die Alten, vergisst.
Gerade auch die beiden Jobcenter (JC) in Gelsenkirchen gehen nicht gerade zimperlich mit ihren "Kunden" um. Da werden keine Unterschiede gemacht!
Eine vormals noch nette und wirklich hilfbereite Mitarbeiterschaft wird ausgetauscht teilweise gegen Personen, die in der DDR vermutlich eine Glanzkarriere absolviert hätten.
Hilfe?, Unterstützung?, Beratung?, Auskunft?, nein, so etwas gibt es bei diesen beiden JC wohl gar nicht mehr.
Es geht nur noch um das Drangsalieren, das Gängeln, das Sparen. Hierbei wird seitens der JC bestehendes Recht rücksichtslos missachtet. Die Betroffenen können ja klagen, denkt man dort und sichert sich so seinen JC-Arbeitsplatz.
Wer seitens der JC gegen das Recht verstößt muss ebenfalls sanktioniert werden!

22.10.2012
09:11
Gelsenkirchens OB fordert mehr staatliche Hilfe für arme Kinder
von Broncezeit | #4

Herr Baranowski schauen Sie mal in die schwarzen Städte NRWs. Da können Sie was lernen.
Die rufen nicht nach Berlin sondern senden Geld in die maroden Pottstädte.
Die haben trotz Wegfalls der Textilindustrie verstanden wie ein Strukturwandel zu händeln ist.

22.10.2012
08:40
Gelsenkirchens OB fordert mehr staatliche Hilfe für arme Kinder
von Starhemberg | #3

Nicht "Armut" mit noch mehr Sozialleistungen zementieren, sondern das Geld für eine aktive Arbeitsmarktpolitik verwenden.
Die Kürzungen der Bundesagentur für Arbeit im Bereich Wiedereingliederung müssen sofort rückgängig gemacht werden.
Jeder der seinen Lebensunterhalt selbst verdienen kann, ist ein Gewinn für die Gesellschaft.

22.10.2012
08:21
Gelsenkirchens OB fordert mehr staatliche Hilfe für arme Kinder
von mkoerber | #2

vielleicht dochmal für mehr Arbeitsplätze sorgen....? Solang in dieser Stadt die Arbeitslosigkeit so hoch ist, wird sich daran auch nichts ändern! Wirtschaftsförderung ist gefragt und nicht noch mehr Geld für den Sozialsumpf.

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