Geißler fuhr Sprengstoff durch Südtirol

Berlin..  Der ehemalige CDU-Generalsekretär, „Stuttgart 21“-Vermittler und begeisterte Bergsteiger Heiner Geißler hat vor 55 Jahren Sprengstoff durch Südtirols Alpen transportiert. „Allerdings unwissentlich“, sagte er dem Magazin der „Süddeutschen Zeitung“.

„Ich hatte ein Motorrad und war von Kletterfreunden gebeten worden, einen Rucksack in ein bestimmtes Tal zu bringen“, erzählte der 85-Jährige. „Ich hab mir nichts dabei gedacht und mich nur gewundert, wie schwer das Gepäck war. Später wusste ich schon, dass dort Strommasten gesprengt worden waren.“

Verdächtigt wurde Geißler damals wegen seines auffällig türkisgrünen Motorrades, das mehrmals in den Gegenden gesichtet wurde, in denen später Anschläge von der separatistischen Untergrundorganisation „Befreiungsausschuss Südtirol“ (BAS) verübt wurden. „Aber die haben mich nie erwischt, weil ich rechtzeitig über die Grenze nach Österreich zurückgekommen bin.“ Der BAS hatte in den 1950er-Jahren Dutzende Bomben gezündet.