Geheimnisvolles Parteitreffen in Nordkorea
06.09.2010 | 18:06 Uhr 2010-09-06T18:06:00+0200Pjöngjang.Es ist das erste Parteitreffen nach 44 Jahren. Alle erwarten, dass der kränkelnde Herrscher Kim Jong-il seine Nachfolge regeln will. Sein dritter Sohn Jong-un soll die Dynastie in dritter Generation fortsetzen.
Es soll ein historisches Ereignis für Nordkorea werden, auf dem der kränkelnde Herrscher Kim Jong-il sein politisches Erbe regeln will: Zum ersten Mal seit 44 Jahren sind die Delegierten der Arbeiterpartei zu einer Parteikonferenz in die Hauptstadt Pjöngjang zusammengerufen worden. Bei der letzten Konferenz im Oktober 1966 hatte Staatsgründer Kim Il-Sung seinen heute herrschenden Sohn der Öffentlichkeit als Nachfolger vorgestellt.
So wollen die Gerüchte nicht abreißen, dass Kims dritter Sohn Jong-un, 27, auf einen hohen Posten gehievt und damit die Dynastie in dritter Generation fortgesetzt wird.
Wie üblich bei politischen Veranstaltungen im geheimnisversessenen Pjöngjang gab es bis Montagabend noch keine Bestätigung, ob das Treffen, wie erwartet, bereits gestern eröffnet wurde oder am heutigen Dienstag beginnen soll.
„Bedeutendes Kapitel in der Geschichte unserer Partei“
Die wichtigste Zeitung des Landes, Rodong Sinmun, verriet auch nichts über die Tagesordnung. Sie teilte aber mit, dass ein „bedeutendes Kapitel in der Geschichte unserer Partei“ geschrieben würde. Die Herzen der 24 Millionen Nordkoreaner „erwärmen sich voller Freude und Glück in Erwartung der revolutionären, festlichen Gelegenheit“, so das staatliche Blatt.
Das Treffen kommt zu einer Zeit, in der sich die Nachbarn Nordkoreas auf die Ära nach Kim vorbereiten und die Rivalitäten zwischen China und den USA um den Einfluss auf der koreanischen Halbinsel schärfer werden. Ein für diese Tage geplantes massives Flottenmanöver der USA und Südkoreas im Gelben Meer wurde in letzter Minute wegen eines Taifuns verschoben. Die Übung, für die auch ein US-Flugzeugträger aufkreuzen soll, hat in Peking und Pjöngjang gleichermaßen Ärger ausgelöst. Die USA wollten damit ihrer Vorherrschaft in Ostasien demonstrieren, hieß es in beiden Hauptstädten.
Im August hatte Kim Jong-il überraschend China zum zweiten Mal in diesem Jahr besucht. Der nordkoreanische Machthaber wollte die Pekinger Führung offenbar über seine Personalpläne informieren und um wirtschaftliche Hilfen bitten.
Kim schwer unter Druck
Unter anderem ging es um den Plan einer chinesisch-nordkoreanischen Industriezone im Nordosten, heißt es in Seoul. China ist der wichtigste Investor und Handelspartner Nordkoreas. Chinesische Geschäftsleute sollen nach dem Vorbild der Sonderwirtschaftszonen in China künftig in der Grenzregion Rajin-Sombon Fabriken aufbauen, Know-How vermitteln und damit frischen Wind in die marode nordkoreanische Wirtschaft bringen.
Kim ist schwer unter Druck: Er hat offiziell erklärt, er werde das Land bis 2012 zum Wohlstand führen. Damit hat er Erwartungen geweckt, die er nicht erfüllen kann. Die Wirtschaftsmisere wurde jüngst durch schwere Überflutungen verschärft.
Der 69jährige soll durch einen Schlaganfall von 2008 und eine Nierenkrankheit angeschlagen sein. Seit dem Tode seines Vaters 1994 stützt er sich vor allem auf die Generäle. Das Motto seines Regimes lautet: „Die Armee geht voran.“ Die Arbeiterpartei wurde in den letzten Jahrzehnten zur leeren Hülle. Der letzte „Parteitag“, bei dem nach traditionellem kommunistischen Protokoll alle Posten neu vergeben oder bestätigt werden müssen - fand 1993 statt. Seither sind viele Funktionäre aus der alten Parteiführung gestorben, gestürzt worden oder in Rente gegangen.
Mit seinem mächtigen Schwager Jang Song Taek an der Seite, der als einer der Geheimdienstchefs des Militärs zum inneren Zirkel der Führung gehört, will Kim die Arbeiterpartei womöglich wieder als zweite politische Kraft neben dem Militär aufbauen. Kim hat in den vergangenen Monaten Parteifunktionäre ins Land geschickt, um „von der Basis zu lernen“. Die mussten sich oft scharfe Kritik anhören. So berichtete ein Kader dieser Zeitung von seinen Erfahrungen: Er habe sehr viele zornige Landsleute getroffen, die sich über „Ungerechtigkeit und Korruption“ beklagten.

10:31
Ob Kommunismus, Sozialismus, NationalSOZIALISMUS oder Faschismus, egal, ALLES der gleiche DRECK der vernichtet und verboten gehört, genauso wie die Parteien und Organisationen die diese menschenverachtenden Idiologien vertreten (Linkspartei, Rote Hilfe, MLPD, NPD etc.)
08:39
@#8antifaschist: Bei ihnen hingegen widersprechen sich nur Intelligenz und Wert ihrer Aussagen
22:56
Schwachsinn, Chuché hat nicht viel mit Marxismus-Leninismus zu tun. Die beiden Ideologien widersprechen sich in fundamentalen Punkten, wie Zielen, Organisation und Internationalismus.
21:56
@ #6 antidemokrat
Stimmt, Nordkorea ist nicht faschistisch, Nordkorea ist stalinistisch!
Der Stalinismus ist eine Abart des Marxismus-Leninismus und damit eindeutig kommunistisch.
21:30
@3:Was wissen sie denn über Kommunismus? Scheinbar nichts.
Nordkorea ist nicht kommunistisch und hat auch nicht den Anspruch kommunistisch zu sein.
20:01
#2 von Es lebe der Sozialismus
die DDR die sich selbst als bruderstaat bezeichnet war demnach also auch eine faschistische Diktatur.
19:14
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18:44
Das nordkoreanische Modell ist die Form des Kommunismus, die den Führern der Linken vorschwebt, wenn sie von Reichtum für Alle sprechen und im Endeffekt dafür sorgen werden, das alle gleich bettelarm sind.
18:29
Der letzte „Parteitag“, bei dem nach traditionellem kommunistischen Protokoll alle Posten neu vergeben oder bestätigt werden müssen - fand 1993 statt.
Die WAZ versucht den Leuten Sand in die Augen zu streuen, damit in altbewährter Weise böse Kommunisten-Hetze betrieben werden kann.
Es gibt kein kommunistisches Protokoll,
Nordkorea ist eine faschistische Diktatur und niemals eine sozialistische oder gar kommunistische Gesellschaftsform !
18:29
Es ist an der Zeit, dass der nordkoreanische
Steinzeitkommunismus den Bach hinunter geht.
Irgendwann wird sich die geschundene Bevölkerung
Nordkoreas gegen dieses Regime erheben!
Flamminger