Geheimdienste fassen engen Vertrauten von Osama bin Laden
16.02.2010 | 09:42 Uhr 2010-02-16T09:42:00+0100
Washington.Geheimdienste der USA und Pakistans haben einem Zeitungsbericht zufolge in einer gemeinsamen Aktion einen der wichtigsten Führer der radikalislamischen Taliban gefasst. Mullah Baradar war für die Organisation von Kampfeinsätzen zuständig.
Den Geheimdiensten der USA und Pakistans ist laut einem Bericht der „New York Times“ ein ranghoher Taliban-Führer ins Netz gegangen. Der Afghane Mullah Abdul Ghani Baradar sei bereits vor einigen Tagen in der pakistanischen Stadt Karachi gefasst worden, meldete die Zeitung am Montagabend in ihrer Online-Ausgabe. Baradar sei nach Taliban-Chef Mullah Omar der zweitwichtigste Mann der islamistischen Bewegung und für die Organisation von Kampfeinsätzen zuständig. Ein Taliban-Sprecher in Afghanistan wies den Bericht zurück.
Die New York Times hielt die Füße still
„Er ist nicht festgenommen worden“, sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid der Nachrichtenagentur AP in einem Telefongespräch. Der Bericht der „New York Times“, die sich auf Regierungskreise in Washington berief, sei ein Versuch, „die Taliban zu demoralisieren“, erklärte Mudschahid.
Dem Zeitungsbericht zufolge wurde Baradar bei einer gemeinsamen Operation des pakistanischen Geheimdienstes ISI und der CIA gefasst. Die „New York Times“ erfuhr nach eigenen Angaben schon Donnerstag von der Festnahme, sah auf Bitten des Weißen Hauses aber zunächst von einer Veröffentlichung ab. Die US-Regierung habe die Befürchtung geäußert, dass die Nachricht von der Festnahme Baradars dessen Komplizen zu größerer Vorsicht bewegen und damit das Aufspüren weiterer Taliban-Führer erschweren könnte. Inzwischen habe sich die Gefangennahme Baradars in der Region aber bereits herumgesprochen, schrieb die Zeitung. (apn)

17:24
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13:25
Der Afghane Mullah Abdul Ghani Baradar sei bereits vor einigen Tagen in der pakistanischen Stadt Karachi gefasst worden, meldete die Zeitung.
Steht das neue Führerhauptquartier der Taliban nun in Karachi?
13:00
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12:07
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11:18
Nehmen wir mal an Osama Bin Laden wäre irgendwann, zwischen dem 11.9.2001 und 16.9.2001, verstorben.
Wo ist dann der Witz bei dieser Agenturmeldung?
SpinDoctor scheint ein Beruf mit Zukunft zu sein!
11:10
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10:49
Interessant an der Meldung ist doch nur, dass es sich um einen Mullah handelt, also einen Geistlichen.
10:43
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10:29
„Er ist nicht festgenommen worden“,
da wird der Sprecher der Taliban Sabiullah Mudschahid wohl recht haben. In der Meldung geht einiges durcheinander. Mullah Abdul Ghani Baradar ist die 2. Führungspersönlichkeit nach Mullah Mohammed Omar und sollte doch eigentlich als Vertreter der Quetta-Schura an den Verhandlungen zwischen der Regierung, den alliierten Streitkräften und den Taliban teilnehmen. In dem Zusammenhang von einer Festnahme zu sprechen, klingt merkwürdig.
Die Amerikaner kennen Mullah Abdul Ghani Baradar doch bereits seit 2001. Schon damals war von einer Festnahme berichtet worden. Danach war er aber wieder frei. Ein Interesse an der Festnahme könnte eigentlich nur die Nordallianz haben, ein gegen die Taliban gerichtetes Bündnis afghanischer Milizen, weniger die U.S.A., weil sie ihn für die Verhandlungen brauchen. Dass die Talibanführung in Karatschi ist, dürfte einleuchten, weil dort werden doch auch die Verhandlungen über einen Frieden in Afghnaistan stattfinden.