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US-Wahl

Obama muss nach Wahl-Sieg den Versöhner geben

07.11.2012 | 16:53 Uhr
Die Wahl ist gewonnen. Doch jetzt beginnt für Präsident Obama die politische Aufgabe, díe Gegner von gestern für seine Politik zu gewinnen. Ob es gelingt, ist fraglich.Foto: afp

Washington.  Barack Obama reichte den Republikanern schon in der Stunde seines Sieges die Hand. Doch der geschlagene Gegner erwartet mehr als Gesten: echtes Entgegenkommen. Für Obama werden die nächsten vier Jahre ein echter Test seiner Führungs- und Vermittlungsfähigkeit.

Das erschreckend Matte, das routiniert Abgespulte aus den vergangenen Wochen, es war schon nach den ersten Sätzen, die Barack Obama im McCormick-Kongresscenter von Chicago in der Nacht zum Mittwoch sprach, wie weggeblasen. Energisch, eindringlich und frisch wie seit langem nicht legte der neue, alte Präsident in der Stunde seines am Ende doch klaren Triumphes die Hebel um.

Schluss mit hasserfüllter Konfrontation. Raus mit der zum Friedenspakt herausgestreckten Hand. Her mit der „Mission Versöhnung“ mit den unterlegenen Republikanern.

„Wir sind nicht so geteilt, wie es die Politik vermuten lässt“, rief er unter dem Jubel der 15 000 im Saal, „und wir bleiben mehr als nur eine Ansammlung aus roten Staaten und blauen Staaten.“

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Chicago, 07.11.12: Nach einer mit harten Bandagen ausgetragenen Wahlschlacht will sich der wiedergewählte US-Präsident Obama um Kompromisse mit den Republikanern bemühen, um die angeschlagene weltgrößte Volkswirtschaft wieder auf Kurs zu bringen.

Wirklich? „Egal, woran Du glaubst, wo Du herkommst, ob Du weiß oder schwarz bist, Latino oder Indianer, schwul oder hetero: Du kannst es hier schaffen.“ Solche Sätze sagen sich leicht in Momenten, in denen Amerika traditionell nach Pathos und Heilsalbe verlangt.

Der teuerste Wahlkampf aller Zeiten

Obamas Geste, den Krieg der Worte zu beenden und endlich aus den tiefen Gräben zu steigen, in denen es sich Demokraten wie Republikaner im teuersten Wahlkampf aller Zeiten (sechs Milliarden Dollar...) bequem gemacht hatten, „muss den Realitäts-Test aber erst noch überstehen“, sagen Beobachter in der Denkfabrik „Brookings“. Das Parlament, bestehend aus dem weiter demokratisch beherrschten Senat und dem wie zuvor republikanisch dominierten Repräsentantenhaus, habe „unverändert zerstörerisches Blockade-Potenzial“.

Obama reichte beiden Lagern gestern unübersehbar die Hand. Ob aber die zum zweiten Mal hintereinander am Weißen Haus gescheiterten Republikaner einschlagen werden, erscheint heute ungewiss bis zweifelhaft.

Anhänger feiern Obama

Einen ersten Vorgeschmack auf die von wichtigen Entscheidungen wie der notwendigen Umschiffung des „Haushalts-Kliffs“ geprägten kommenden Wochen gab gestern der republikanische Wortführer des Repräsentantenhauses, John Boehner. Seine Ankündigung, die „Grand Old Party“ (GOP) werde unverdrossen Widerstand gegen Vorstöße für Steuererhöhungen für Reiche leisten (zentrales Thema von Obama im Wahlkampf), war nur als Drohung zu verstehen - und wie das Magazin „Politico“ anmerkte „auch genau so gemeint“.

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Kommentare
07.11.2012
22:24
Obama muss nach Wahl-Sieg den Versöhner geben
von Pucky2 | #6

@ #5 Wie kommen sie denn darauf, dass er das passive Wahlrecht nicht hätte? Soweit ich weiß, ist er in Honolulu im Bundesstaat Hawaii geboren?

Und...
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Obama muss nach Wahl-Sieg den Versöhner geben
Obama muss nach Wahl-Sieg den Versöhner geben
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http://www.derwesten.de/politik/gefragt-der-versoehner-in-chief-id7269160.html
2012-11-07 16:53
Barack Obama,USA,US-Präsidentschaftswahl 2012
Politik