Das aktuelle Wetter NRW 22°C
Politik

Gaddafi-Sohn Seif al Islam erscheint in Libyen vor Gericht

17.01.2013 | 18:20 Uhr

Der Sohn des getöteten libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi, Seif al Islam, ist am Donnerstag erstmals vor einem Gericht in der Stadt Sintan im Nordwesten des Landes erschienen. Seif al Islam werden die Gefährdung der nationalen Sicherheit, ein Fluchtversuch aus dem Gefängnis und die Beleidigung der Nationalflagge vorgeworfen, wie die staatliche Nachrichtenagentur LANA berichtete.

Tripolis (dapd). Der Sohn des getöteten libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi, Seif al Islam, ist am Donnerstag erstmals vor einem Gericht in der Stadt Sintan im Nordwesten des Landes erschienen. Seif al Islam werden die Gefährdung der nationalen Sicherheit, ein Fluchtversuch aus dem Gefängnis und die Beleidigung der Nationalflagge vorgeworfen, wie die staatliche Nachrichtenagentur LANA berichtete. Derzeit wird der Gaddafi-Sohn in Sintan von Milizen festgehalten.

Nach LANA-Informationen steht das Verfahren in Verbindung mit Gaddafis Treffen mit einer Delegation des Den Haager Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) im vergangenen Juni. Dabei sollen ihm Dokumente zugespielt worden sein. Der Delegation gehörte ein Anwalt an, der Gaddafi in einem IStGH-Prozess wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verteidigen soll. Dieses Verfahren wurde auf Mai vertagt.

© 2013 AP. All rights reserved

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Bei Paketdiensten herrschen vielfach üble Arbeitsbedingungen für Beschäftigte. Das haben Kontrollen von Behörden ergeben. Welche Reaktionen erwarten Sie?

Bei Paketdiensten herrschen vielfach üble Arbeitsbedingungen für Beschäftigte. Das haben Kontrollen von Behörden ergeben. Welche Reaktionen erwarten Sie?

 
Aus dem Ressort
Erstmals Wirtschaftssanktionen - Russland droht Rezession
Ukraine-Krise
Im Ukraine-Konflikt zieht die EU die Daumenschrauben fester: Erstmals wurden Wirtschaftssanktionen gegen Russland beschlossen. Befürchtet wird aber, dass diese beide Seiten empfindlich treffen könnten.
Bundesregierung lehnt Nato-Truppen in Osteuropa ab
Ukraine-Konflikt
Die Bundesregierung will sicherheitspolitisch den Konfrontationskurs mit Russland vermeiden. In Osteuropa sollen keine Truppen stationiert werden. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hatte sich hingegen offen dafür gezeigt.
Niederlande verlangen dringend freien Zugang zum MH17-Wrack
MH17-Absturz
Die Helfer kommen nicht an die noch verbliebenen Opfer von Flug MH17 heran. An der Absturzstelle in der Ostukraine toben weiter heftige Kämpfe. Die Niederlande erhöhen den Druck, doch Kiew will die turbulente Situation militärisch nutzen.
SPD-Abgeordneter Yüksel wettert auf Facebook gegen USA
Eklat
Die USA als "größte Bedrohung des Weltfriedens": Mit einem umstrittenen Posting hat der sozialdemokratische NRW-Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel einen Eklat ausgelöst und seine Partei in Verlegenheit gebracht. Denn in der Ukraine-Krise kämpft die SPD ohnehin schon um einen erkennbaren Kurs.
Justizminister Maas rät Edward Snowden zu Rückkehr in USA
Geheimdienste
Whistleblower Edward Snowden solle zurück in die USA fliegen, findet Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). Snowden wolle sicher nicht den Rest seines Lebens auf der Flucht verbringen, so Maas. Linke und Grüne versuchen unterdessen, Snowden für eine Anhörung nach Berlin zu holen.