Gabriel lobt Südwestfalens Kraft

Berlin..  Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sieht das Sauerland mit seinen mittelständischen Weltmarktführern als eine „ganz starke Region“: „Diese Kraft ist für Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland von riesiger Bedeutung“, sagte der Vizekanzler in einem Interview mit unserer Zeitung.

Mit Blick auf die niedrigen Arbeitslosenquoten in Südwestfalen meinte der SPD-Bundesvorsitzende, um potenzielle Arbeitskräfte aus dem Ruhgebiet für einen Job im Sauer- oder Siegerland zu motivieren, gebe es „keinen größeren Anreiz für Mobilität als die Tatsache, dass man anderswo besser verdient“. Gleichzeitig warb Gabriel dafür, mehr Mittel ins Ruhrgebiet zu geben. Der Strukturwandel habe diese Region am stärksten betroffen. „Und das Revier bewältigt nicht nur selbst seit Jahren diesen Strukturwandel, sondern bringt auch noch Geld für den Strukturwandel im Osten Deutschlands auf.“ Deswegen sei es an der Zeit, „dass auch mehr Geld ins Ruhrgebiet fließt“.

Hinsichtlich der maroden Infrastruktur, also Straßen und Brücken in der Region, verwies der SPD-Vorsitzende auf bereits eingeleitete Maßnahmen: „Wir haben die Investitionen erhöht und gleichzeitig die Kommunen, die früher die Hauptlast bei den Verkehrslasten schulterten, erhöht. Wir reden von 20 Milliarden Euro Entlastung - das ist das größte Infrastrukturprogramm, das Deutschland bislang bekommen hat.“ Gleichzeitig sprach der Vizekanzler den von der Bundesregierung geplanten Ausbau des schnellen Internets an. „Wir bauen deutlich schneller das Breitband aus und wollen bis 2018 die 50 Megabit pro Sekunde erreichen“, erläuterte Gabriel die Vorstellungen der schwarz-roten Regierung in Berlin.

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