Gabriel fordert Ermittlungen in der Sponsoring-Affäre
01.03.2010 | 16:03 Uhr 2010-03-01T16:03:00+0100
Berlin.Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel fordert strafrechtliche Ermittlungen in der Sponsoring-Affäre um die CDU-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers und Stanislaw Tillich. Es gehe um den Verdacht der Vorteilsnahme und dies sei „kein Kavaliersdelikt“, so Gabriel.
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel fordert eine strafrechtliche Überprüfung der Vorwürfe gegen die CDU-Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens und Sachsens, Jürgen Rüttgers und Stanislaw Tillich. In der Affäre gehe es nicht um Sponsoring, „es geht um gekaufte Zeit mit Amtsträgern“, sagte Gabriel am Montag in Berlin. Die Staatsanwaltschaften müssten dem „Verdacht der Vorteilsnahme“ nachgehen. Dies sei „kein Kavaliersdelikt“.
Verschiedene Medien hatten am Wochenende berichtet, dass Sachsens Christdemokraten im Rahmen von Sponsoring-Verträgen Gespräche mit Tillich vermarktet haben. Vor etwa einer Woche war bereits bekanntgeworden, dass die CDU in Nordrhein-Westfalen Parteitags-Sponsoren Einzelgespräche mit Ministerpräsident Rüttgers versprochen hatte. (ddp)

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