Gab es einen Bruch der Cockpitscheibe?

An Rhein und Ruhr.. 48 Stunden nach dem Absturz des Germanwings-Airbus läuft die Ursachenforschung auf Hochtouren. In die Untersuchungen der Flugsicherheitsbehörden von Deutschland und Frankreich und der französischen Staatsanwaltschaft hat sich auch die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft eingeklinkt. Dabei geht auch um die Identifizierung der Opfer. Was den Absturz verursacht hat, bleibt weiterhin Spekulation. Eine von Piloten diskutierte Theorie ist der Bruch einer Cockpitscheibe und ein dadurch ausgelöster plötzlicher Druckabfall.

Geschieht dies in 38 000 Fuß Reiseflughöhe (11 500 Meter), sind die Piloten unvermittelt rund 800 km/h schnellem und minus 60 Grad kaltem Wind ausgesetzt. Dazu kommt der plötzliche Sauerstoffmangel, der in dieser Höhe in rund 15 bis 20 Sekunden zur Bewusstlosigkeit führt. Der eingeleitete Sinkflug lässt sich erklären, „wenn einer der Piloten noch genügend Zeit hatte, den Autopiloten auszuschalten und die Nase der Maschine herunterzunehmen, bevor er ebenfalls handlungsunfähig war“, so ein Airbus-A320-Pilot.

Die Computer des Airbus würden das Flugzeug dann konsequent auf der einmal eingeschlagenen Sinkrate halten – im Zweifel bis zum Aufprall.

Andere Szenarien wie Rauch im Cockpit oder ein Druckabfall in der Kabine würden den Piloten genügend Zeit lassen, einen Notruf abzusetzen. Eine schleichende Bewusstlosigkeit der Piloten nach Druckverlust, die 2005 zum Absturz einer Helios Air Boeing 737 über Griechenland geführt hatte, würde den eingeleiteten Sinkflug nicht erklären.