Fünf Wahrheiten über die Bio-Branche
04.09.2012 | 18:26 Uhr 2012-09-04T18:26:00+0200
Essen. Schockierende TV-Bilder von gequälten Legehennen und auf engstem Raum und eingepferchten Schweinen bringen die Bio-Branche in Verruf. Verbraucher sind verunsichert und fragen sich, ob die ökologische Landwirtschaft ihrem Ruf gerecht wird. Experten fordern strengere Regeln.
Schockierende TV-Bilder von gequälten Legehennen und auf engstem Raum eingepferchten Schweinen bringen die Bio-Branche in Verruf. Ein Enthüllungsbericht der ARD über katastrophale Zustände in manchen Bio-Betrieben verunsichert die Verbraucher und wirft kritische Fragen auf : Ist „Bio“ wirklich besser? Werden Tiere auf Bio-Höfen am Ende doch nicht besser versorgt als in der konventionellen Landwirtschaft? Steckt hinterm Bio-Siegel gar Etikettenschwindel?
Der Dachverband der Öko-Lebensmittel-Produzenten (BÖLW) nennt die im Film gezeigten Lebensbedingungen der Tiere „völlig unakzeptabel“. „Es gibt einige wenige Bio-Betriebe, die wirklich schlecht sind Die Bilder sind aber nicht repräsentativ“, beteuert BÖLW-Chef Felix Prinz zu Löwenstein. Gleichwohl will der Verband, dem Organisationen wie Demeter und Bioland angehören, die Regeln für Bio-Erzeuger schnell verschärfen: So sollten die Kontrollen dieser Betriebe bundesweit vereinheitlicht werden. Die Verbraucherzentrale NRW erklärt: „Es gibt keinen Grund, wegen dieser schwarzen Schafe unter den Produzenten auf den Kauf von Bio-Produkten zu verzichten.“
Siegel sichert nur einen Mindeststandard
Der Verbraucherschutz-Verein „foodwatch“ erinnert daran, dass das sechseckige grüne Bio-Siegel der EU lediglich einen „gewissen Bio-Mindeststandard“ garantiere. Viele Experten halten diesen aber nicht für ausreichend.
Ausgerechnet in diese Debatte platzt eine neue Studie, die Kunden weiter verunsichern könnte: Die US-Uni Stanford kommt in einer umfangreichen Analyse zum Ergebnis, dass Bio-Produkte nur unwesentlich gesünder seien. Bei Vitaminen und Nährstoffen unterschieden sich die Lebensmittel kaum. Einzige Vorteile von „Bio“: der verhältnismäßig niedrige Pestizidgehalt und weniger Antibiotika-resistente Bakterien in Hühner- und Schweinefleisch.
Der Beweis, dass Bio aus ernährungswissenschaftlicher Sicht besser ist, steht also aus. Aber eine Studie des renommierten Max-Rubner-Institutes aus Karlsruhe hat ergeben: Bio-Käufer pflegen einen insgesamt gesünderen Lebensstil und achten auf ihre Ernährung.
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Biolebensmittel sind selbstverständlich von ihren Inhaltsstoffen nicht besser als konventionell erzeugte Lebensmittel. Und ob sie mit weniger Pestiziden bzw. Antibiotika belastet sind, ist Ansichtssache. D.h., es ist abhängig von der Umgebung, von der Vorbehandlung, von Transportwegen und -last not least- von der Gewinnerwartung der Erzeuger. Das hier getrickst, getäuscht und betrogen wird, ist klar wie Klosbrühe. Soviel Biozeug kann gar nicht erzeugt werden, wie beim Discounter angeboten wird. Und inwieweit die höhere Preisbildung bei Biobauern gerechtfertigt ist, wissen nur die Götter? Bio verlängert nicht das Leben, macht nur schneller ärmer. Mundus vult decipi=die Welt wil betrogen sein!
02:40
Wenn ich das Wort Bio schon höre, kriege ich Pickel.
21:51
Man sollte die Discounter und vor allem das dortige Fleisch boykottieren !
21:32
Die EU hat die ganze Misere in´s Rollen gebracht . Voschriften über Medikamente , zugelassen Spritzmittel für Gemüse ect . . Der Haken bei den Geschichten wer soll die Kontrolle ausüben ?
Wie uns der Bericht gezeigt hat wird ein Etikett vergeben das den unmündigen Verbraucher vorgaukelt dieses Lebensmittel ist gesund .
Leider sitzen dazwischen einmal die geldgierigen Lobby Verbände die alles gesund reden wollen und die wirklichen Bio Hersteller die man einfach als Außenseiter abstempelt . Geldgier siegt durch die Lobbyisten !!