Fünf Demos, 1000 Polizisten - Wuppertal vor Großeinsatz

In Duisburg sichert die Polizei regelmäßig Demos der Pegida-Bewegung. Auch in Wuppertal wollen Aktivisten aufmarschieren - zeitgleich mit Salafisten und weiteren Extremisten.
In Duisburg sichert die Polizei regelmäßig Demos der Pegida-Bewegung. Auch in Wuppertal wollen Aktivisten aufmarschieren - zeitgleich mit Salafisten und weiteren Extremisten.
Foto: Stephan Eickreshoff/ Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Eine explosive Mischung kündigt sich Samstag in Wuppertal an. Dort wollen zur gleichen Zeit Salafisten, Pegida, Hooligans und Rechte demonstrieren.

Wuppertal.. Die Stadt Wuppertal bereitet sich auf mehrere extremistische Demonstrationen am Samstagnachmittag im Stadtteil Elberfeld vor. Erstmals in Deutschland wollen Salafisten, Pegida, Rechtsextreme, Hooligans, linke und bürgerliche Gegendemonstranten fast zeitgleich nebeneinander demonstrieren. Als prominenter Pegida-Redner wird Lutz Bachmann erwartet

Islamisten Die Salafisten werben mit einem Auftritt des bekannten Islamisten-Predigers Sven Lau. Ein weiterer Konvertit und Prediger, Pierre Vogel, wird ebenfalls dort erwartet.

Mehr als 1000 Polizisten im Einsatz

Die Wuppertaler Polizei kündigte an, zusammen mit Einheiten aus anderen Bundesländern die gegnerischen Lager auseinanderzuhalten und die Wege zu den Demonstrationsorten zu sichern. Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher sprach gestern von einem „brisanten und schweren“ Einsatz für „deutlich über 1000 Beamte“. Eine solche Situation habe es in Deutschland noch nicht gegeben.

Pegida-Demo Die Salafisten rechnen nach eigenen Angaben mit mindestens 400 Teilnehmern. Der Anmelder der Pegida-Demo, Marco Carta Probach aus Dortmund, rief per Facebook zu einer „Generalmobilmachung“ gegen die Salafisten auf und erwartet 2000 Demonstranten aus ganz Deutschland.

Straßen werden gesperrt

Offenbar wollen auch mehrere hundert Hooligans nach Wuppertal reisen. Eine der Vereinigung „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa) nahestehende Gruppe hat eine in Thüringen geplante Kundgebung kurzfristig abgesagt, offenbar, um viele Gewaltbereite nach NRW zu schicken.

Das „Wuppertaler Bündnis gegen Nazis“ will bei seiner Gegenveranstaltung 500 Demonstranten auf die Straße bringen. Mehrere Straßen in Elberfeld werden am Samstag für den Verkehr gesperrt. Die Polizei hat ein Bürgertelefon eingerichtet.