Frühere KZ-Baracke als Flüchtlingsheim

Schwerte..  Die Stadt Schwerte will Flüchtlinge in einer Baracke des ehemaligen Konzentrationslagers (KZ) Schwerte-Ost unterbringen. Der Flüchtlingsrat NRW kritisiert die Entscheidung, die Stadt selbst sieht das Ganze gelassen. Bis zu 21 Asylsuchende sollen in die SS-Wachbaracke des damaligen Außenlagers des KZ Buchenwald einziehen. Dies sei „bedenklich und befremdlich“, sagt die Geschäftsführerin des NRW-Flüchtlingsrats, Birgit Naujoks. Unwillkürlich würden „böse Erinnerungen und unheilvolle Bilder“ hervorgerufen. Sie begreife nicht, warum die Stadt keine Container aufstelle. Ein Sprecher der Stadt wies die Kritik zurück. Eine Containerlösung sei im aktuellen Fall keine Alternative gewesen – nicht nur aus Kostengründen. „Es gibt derzeit kaum verfügbare Container auf dem Markt“, so der Sprecher. Bis zu 700 polnische Zwangsarbeiter wurden 1944 in der Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald festgehalten, erklärt der Schwerter Historiker Alfred Hintz.