Front gegen hohe Manager-Gehälter
09.12.2007 | 21:35 Uhr 2007-12-09T21:35:42+0100Berlin. Spitzenmanagern der deutschen Wirtschaft steht eine ausführliche Debatte über die Höhe ihrer Einkommen und Abfindungen ins Haus. Die SPD plant eine Initiative zur Begrenzung millionenschwerer Abfindungen. ...
... Auch in der CDU wird der Ruf nach mehr Transparenz lauter. Nach ihrer Kritik an zu hohen Managergehältern hat die SPD die Kanzlerin aufgefordert, ihren Worten Tagen folgen zu lassen. Angela Merkel könne sich "auf die SPD verlassen", versicherte Arbeitsminister Olaf Scholz am Wochenende. Die SPD will die Managergehälter deckeln und mit Konzepten dazu bereits heute eine Arbeitsgruppe beauftragen. SPD-Chef Kurt Beck sagte der "Bild", "wenn Manager selbst bei einer Riesenpleite noch mit Millionenabfindungen nach Hause geschickt werden, kann ich den Zorn verstehen." Die Arbeitnehmer sind doppelt dumm dran. Sie tragen nicht nur im Betrieb die Konsequenzen, sondern zahlen obendrein die Zeche, "wenn Unternehmen die Abfindungen als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen."
Reihum griff die SPD-Führung die Fehlentwicklung auf. Vize-Parteichef Peer Steinbrück warf im "Focus" den Managern "mangelnden Sinn für Proportionen vor". Scholz will gesetzlich mehr Transparenz durchsetzen und die Bezüge der Manager steuerlich schlechter stellen. Die Fraktion der Grünen kündigt einen Antrag im Bundestag an, der die steuerliche Absetzbarkeit von Managerabfindungen beim zahlenden Unternehmen auf eine Millionen Euro begrenzt.
Die SPD-Führung will heute eine Arbeitsgruppe einsetzen. Sie soll gesetzliche Maßnahmen prüfen. Beck denkt daran, maßlos hohe Abfindungen zu unterbinden. Die Bonus- und Aktienpakete seien oft "undurchsichtig".
Der Ruf nach Konsequenzen wird auch in der Union laut. Innenminister Wolfgang Schäuble empfahl, gesetzlich nachzuhelfen, falls börsennotierte Unternehmen nicht freiwillig die Vergütungen ihrer Manager offenlegen. Wirtschaftsminister Michael Glos scheut davor zurück. Er setzt auf Maßhalte-Appelle, auf Einsicht und Selbstreinigungskräfte der Wirtschaft. Wie Merkel wollte er Kritik auch nicht verhehlen: "Wenn Nieten mit hohen Abfindungen abgeschoben werden, ist das ein Skandal."

19:06
Auf http://www.online-kredite.com/blog/wirtschaft/maxilohn-managergehalter-begrenzen.html habe ich mich auch einmal mit der Thematik der Lohnbegrenzung für Manager auseinandergesetzt und mich dabei auch auf Ihren Beitrag hier bezogen. Meiner Meinung nach bietet dieses Thema noch jede Menge Raum für interessante und kontroverse Diskussionen.