Fritz Kuhn gewinnt OB-Wahl und setzt Siegesserie der Grünen im Südwesten fort
21.10.2012 | 19:02 Uhr 2012-10-21T19:02:00+0200
Stuttgart. Der erfahrene Bundespolitiker Fritz Kuhn (Grüne) wird im zweiten Wahlgang Oberbürgermeister in Stuttgart. Er kann sich auf die stärkste Fraktion im Stadtrat der 600 000-Einwohner-Metropole stützen – die der Grünen.
Sie regieren mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann nicht mehr nur Baden-Württemberg. Die Grünen haben jetzt auch in der Hauptstadt des Ländle das Sagen. Fritz Kuhn (57), über lange Jahre erfahrener Partei- und Fraktionschef auf Bundesebene, ist zum neuen Oberbürgermeister von Stuttgart gewählt worden. Er kann sich auf die stärkste Fraktion im Stadtrat der 600.000-Einwohner-Metropole stützen – die der Grünen.
Es ist nicht der erste grüne Coup bei einer Kommunalwahl im Südwesten. Bereits 1991 eroberte Elmar Braun das Rathaus des Städtchens Maselheim – als erster grüner Bürgermeister Deutschlands. Er ist heute noch im Amt – und hat alleine in Baden-Württemberg acht weitere Kollegen bekommen, beispielsweise Boris Palmer in Tübingen und Dieter Salomon in Freiburg. Salomon hat in zehn Jahren die badische Universitätsstadt zur CO2-ärmsten in Deutschland gemacht – und den Haushalt in Ordnung gebracht. Er gilt als ein knallharter Sanierer.
Verschiebung der Wählerschichten
Die Stuttgarter haben also gewusst, was auf sie zukommt. In der Porschestadt wurde im Wahlkampf heftig um Citymaut, Kitas und den Bahnhof Stuttgart 21 gerungen. Aber Kuhn scheute es auch nicht, vor klassischen Unternehmern für eine strikte Ausgabenpolitik zu werben. Mit grünen Ideen wolle er „schwarze Zahlen“ schreiben.
Der Politikwissenschaftler Oscar Gabriel führt die Siege der Grünen auch auf eine Verschiebung der Wählerschichten zurück: Die strukturelle Mehrheit für die CDU sei in Südwest schon länger verloren. Nur mit guten Leuten und gutem Programm könne sie Wähler noch locken. Ihr gescheiterter Ministerpräsident Stefan Mappus konnte aber wohl ebenso wenig überzeugen wie Kuhns Stuttgarter Gegenkandidat Sebastian Turner, ein parteiloser Werbemanager.

17:02
Zu dem Bericht über grüne OB in BW gehört aber m. E. auch der Hinweis, dass in Konstanz seit einigen Monaten ein CDU-OB amtiert, der den nicht mehr kandidierenden, langjährigen und angesehenen grünen Vorgänger ablöste.
Es ist also nicht so, dass grünen Amtsinhabern in Direktwahlen automatisch immer wieder Grüne folgen werden. Insofern stimme ich Herrn Professor Gabriel zu.
Kuhn wird sich m. E. daran messen lassen müssen, wie er das gute Erbe des bisherigen OB (gute Integrationspolitik, Wirtschaftsentwicklung und Finanzen solide) weiterführt, das weitgehend durch Stuttgart21 überlagert wurde.
Wenn Themen wie Citymaut oder Feinstaub, die Kuhn ansprach, von den Bürgern nur als Gängelungen empfunden werden, kann es in acht Jahren mit der „grünen Herrlichkeit“ vorbei sein, zumal Kuhn dann 65 Jahre alt ist und auch die Grünen das Problem haben, einen Nachfolger aufbauen zu müssen.
15:44
der Artikel von Dietmar Seher teilt nicht mit, was Fritz Kuhn so als Oberbürgermeister von Stuttgart vorhat und dann noch als "Grüner".
Das mag Ursache für die Sinnfreiheit vieler Kommentare sein.
Dabei war im Rahmen von Stuttgart21 auch debattiert worden, was auf den freiwerdenden Bahnflächen beispielsweise passieren wird.
Wohnen für Familien oder Büro- und Kommerzbauten mit horrenden Gewinnen für Spekulanten?
wofür will denn Fritz Kuhn konkret "ringen".
15:30
Was hat der politische Gegener denn für einen Riesenbockmist gebaut, dass es so gekommen ist?
muß natürlich "Gegner" heißen!
Herrn Roggenbauch nicht bekannt, eher das Gegenteil.
Ich gebe zu, dass ich als NRWler nicht sonderlich im Thema bin, was die Stuttgarter OB-Wahl angeht, mich haben nur die durchweg negativen Kommentare zu der Wahl von Hr. Kuhn zu der Frage veranlaßt, warum er dann gewählt worden ist. Und wenn Hr. Turner oder Hr. Roggenbauch alles richtig gemacht haben, stellt sich die Frage ja erst recht.
15:01
Baden-Württemberg war so ein erfolgreiches Land, Stuttgart so eine schöne Stadt, alles wird den Bach runter gehen mit solch einer Führung. Genau wie NRW.
geht es üblicherweise zumeist den Rhein runter, manchmal aber auch die Weser oder der Ems.
Welcher Erfolg oder Misserfolg soll sich nun in BW einstellen und warum ?
Wird der Neckar umgeleitet und die Donau gleich dazu oder was ist mit "solche einer Führung" zu erwarten?
Hier scheint die politische Analyse von Werthauser111 doch Fragen offen zu lassen.
10:40
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10:08
Es hat schon ein "Geschmäckle". Die bisher herher im Ländle herrschenden sollten doch mal tief in sich gehen und sich fragen, warum der OB und Landesvater Grüne sind. Das kann doch nicht nur eine momentane Stimmung sein.
Herr Kuhn will beweisen, daß auch ein Grüner schwarze Zahlen schreiben kann.
Was heißt das? Es hat schon ein Geschmäckle, daß ein Grüner eine schuldenfreie Stadt übernimmt um auch mal die Chance zu haben schwarze Zahlen zu schreiben,
09:04
Und Deutschland wird doch ein riesiger Tierpark. Dei Grünen sichern sich ihr Einkommen als Heger und Pfleger.
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Renate
kann man auf artgerechte Tierhaltung setzen?
Oder wie lauten da Ihre kenntnisreichen und aussagekräftigen Prognosen?
08:34
OMG!!! Meine Gedanken sind in diesen schweren Stunden (und in den kommenden schweren Jahren) ganz bei den Bürgern Stuttgarts, die eine *********** und die Bekämpfung Stuttgarts Autofahrer versucht haben, zu verhindern.
Einen grünen OB wünscht man nun wirklich keiner Stadt! Egal wie schlecht der Vorgänger war, mit den Grünen gibt es nur einen Kurs, abwärts!
wenn man die Aussage, "(m)eine Gedanken sind ... in den kommenden schweren Jahren ganz bei den Bürgern Stuttgarts", glauben könnte,
eine frohe Botschaft!
08:31
Hat sich der Bundespolitiker Kuhn in den Vorruhestand begeben`?
ist er dem jetzt entstiegen?
Fragen über Fragen von bedeutendem Gewicht.
06:40
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