„Friedrich als Chef der Islamkonferenz untragbar“
25.03.2011 | 18:27 Uhr 2011-03-25T18:27:00+0100
Essen. Kurz vor der Islamkonferenz gerät Bundesinnenminister Friedrich wieder in die Kritik: NRW-Integrationsminister Schneider, sagt Friedrich sei der falsche Mann als Chef der Konferenz. Friedrich hatte gesagt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland.
Bundesinnenminister Friedrich (CSU) hat im Vorfeld der Islamkonferenz erklärt, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. Belastet das den Dialog?
Guntram Schneider: Friedrich hat Öl ins Feuer gegossen. Ich fordere, dass der Minister die Äußerung bis zur Islamkonferenz am Dienstag zurücknimmt und klar macht, dass die vier Millionen Muslime in Deutschland selbstverständlich zu Deutschland gehören
Ist der Minister als Chef der Islamkonferenz überhaupt tragbar?
Schneider: Ich könnte mir vorstellen, dass die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Böhmer besser geeignet wäre. Dass Friedrich der richtige Mann ist, wage ich zu bezweifeln.
Was erwarten Sie von der Islamkonferenz?
Schneider: Muslime und wir müssen einen Schritt aufeinander zu gehen. Das beinhaltet aber auch, dass es in den ursprünglichen Herkunftsländern der Zuwanderer mehr Freiheit für andere Religionen gibt.
Müssen die muslimischen Verbände in Deutschland nicht aktiver gegen radikale Tendenzen in den eigenen Reihen vorgehen?
Schneider: Eine NRW-Studie stellt klar, dass es im Islam nicht mehr radikale Tendenzen gibt als in anderen Religionen. Da wird öffentlich eine Debatte geführt, die einer Prüfung nicht standhält. Es ist aber natürlich richtig, dass auch in islamischen Gottesdiensten mehr für den Zusammenhalt der Religionen getan werden kann.
Wie soll das aussehen?
Schneider: Alle Menschen, die hier leben, haben die Pflicht, sich ans Grundgesetz zu halten. In Freitagsgebeten werden auch gesellschaftliche Fragen diskutiert. Dort sollte das Bewusstsein für die Rechte von Frauen, Kindern und die freie Berufswahl geschärft werden.
Wie bewerten Sie die Lage in NRW?
Schneider: In NRW leben rund 1,4 Millionen Muslime, die sich zum Islam bekennen. NRW hat mit den Islamverbänden eine Vereinbarung für den Islamunterricht an Schulen geschlossen. Die Menschen, die hier ihren Lebensmittelpunkt haben, haben ein Recht darauf, hier ihre Religion auszuüben. Mit seiner Äußerung hat Bundesinnenminister Friedrich die Beziehungen allerdings nicht gerade entspannt.

16:05
Endlich einmal mit Herrn Friedrich ein Innenminister der zu sich bei diesem Thema ehrlich und nachhaltig für die Menschen ohne Migrationshintergrund in unserem Land einsetzen. Wer die Forderungen und Aufforderungen von Herrn Erdogan und die Stellungnahmen der muslimischen Verbände in der zurück liegenden Zeit gehört hat, kann erkennen das es der Türkei nur um die Vorteilnahme aus der Integration für die in unserem Land lebenden Türken geht und um den Auf und Ausbau einer muslimisch geprägten Parallelgesellschaft .
Die Stellungnahmen der türkischen Politiker und Verbände zeigen immer wieder auf dass sie die Rechte die ihnen in unserem Land auf Grund der Religionsfreiheit eingeräumt werden kennen die Pflichten aber nach ihren Regeln auslegen wollen und außer acht lassen.
Herr Schneider und die SPD insbesondere die NRW-SPD zeigen auf zu welchen Zugeständnissen sie bei der Integration mittlerweile bereit sind.
Es gibt in unserem Land und auf dieser Welt wichtigere Themen als sich ausschließlich um Integration unwillige Menschen aus einer religiösen Minderheit zu kümmern und mit immer mehr zu Geständnisse zu besänftigen.
Zum Glück besteht in NRW die Hoffnung auf Neuwahlen und einen anderen Innenminister.
15:36
Friedrich wäre genau der richtige Mann. Immerhin überzeugt er mit detaillierten Kenntnissen der Geschichte und macht auch insgesamt einen kompetenten Eindruck. Mehr KANN man einfach nicht sagen, ohne es auszuprobieren.
Auf jeden Fall brauchen wir hier keinen heulerischen Kuschler.
15:30
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14:43
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14:10
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14:01
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13:58
1,4 Millionen in NRW. Wenn das, vor 35 Jahren,einer meiner Türkischen Kollegen gesagt hätte, dass wir in 2011 soviel haben,hätte es keiner geglaubt.Sie wollten alle zurück.Aber die Macht des Geldes.!!
13:49
Den Sinn einer Islamkonferenz kann ich auch nicht sehen.
Es ist ein Grundgesetz und viele andere Gesetze, die den Zusammenhalt in Deutschland regeln.
Der Islam ist eine der großen Weltreligionen. Seine Auslegung ist sehr individuell und sehr länderspezifisch. Deshalb ist es aus meiner Sicht auch nicht sinnvoll, hier eine Konferenz anzusetzen.
Insgesamt ist das Interview aus meiner Sicht sehr flach. Die Baustellen des Ministers (auch für Arbeit und Soziales) sind unübersehbar. Er hätte seine Zeit sinnvoller investieren können.
13:46
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13:12
Ja was denn nun? Alles in Butter oder nicht? Er hat die Lage nicht gerade entspannt. Sie ist also angespannt? Woran mag es liegen? Die Religionsfreiheit steht seit 60 Jahren allen Gruppen hierzulande zu, auch den Muslimen.
Warum also die angespannte Lage? Hängt sie vielleicht damit zusammen, dass es zuviele mit dem Werteverständnis hier in Deutschland nicht kompatible Verhaltens-und Denkweisen bei vielen Moslems gibt? Hängt es vielleicht damit zusammen, dass viele muslimische Migranten schlecht ausgebildet sind und folglich in prekären finanziellen Verhältnissen leben? Hängt es also auch damit zusammen, dass viele Steuerzahlen keiner Lust mehr haben, Migranten zu finanzieren, die sich hier gar nicht integrieren möchten? Und Integrationsprogramme und Sprachkurse und staatliche Unterstützung für kültürelle Initiativen, die keine sichtbaren Fortschritte bringen? Liegt es daran, dass die Islamkonferenz so tut, als ob sie alle Moslems in Deutschland vertritt, was aber gar nicht stimmt, da sie in ihren eigenen Reihen die kritischen Stimmen mundtot machen will und ihre Kritiker(innen) wie Necla Kelek diskreditiert? Und nicht merkt, dass sie sich damit selber am meisten diskreditieren? Liegt es daran, dass von der Islamkonferenz keine kritischen Worte nach außen dringen, wenn es um Gewalt und Gewaltaufrufe gegen Andersgläubige wie Juden und Christen (z.B. ägyptische Kopten) geht? Warum wird diese nicht massiv verurteilt? Aber bei allem sei es auch nur vermeintlich Anti-muslilmischem wird sofort reflexartig und sehr empört aufgeschrien?
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