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Friedhöfe für Muslime

29.06.2012 | 17:31 Uhr
Friedhöfe für Muslime
Islamisches Grabfeld auf einem Kieler Friedhof. Auch in NRW sollen Muslime bald ihre Angehörigen nach dem Brauchtum bestatten können. Foto: dapd

Düsseldorf. Muslimische Vereine sollen ab 2013 eigene Friedhöfe in Nordrhein-Westfalen betreiben dürfen. Kommunen sollen muslimischen Vereinen einen Friedhof genehmigen können, wenn die Religionsgemeinschaft den dauerhaften Betrieb sicherstellen kann.

Das sieht ein Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung vor, der in Kürze in die Verbändeanhörung geht. Anschließend wird der Landtag beraten. Bis zum Frühjahr 2013 soll es dann in NRW ein neues Bestattungsgesetz geben.

Ministerin Barbara Steffens (Grüne) will den Muslimen eine nach dem Brauchtum ausgerichtete Bestattung aus einer Hand erleichtern und sich für eine bessere Qualität der Leichenschau einsetzen. Viele Muslime lassen sich heute in ihren Herkunftsländern bestatten. Künftig könnten sich mehr muslimische Bürger in NRW in Grabstätten in der Nähe ihrer Kinder und Enkelkinder bestatten lassen, sagte Steffens. Bisher gibt es in NRW keine Friedhöfe in muslimischer Trägerschaft.

Außerdem sollen Kommunen künftig das Aufstellen von Grabsteinen aus Kinderarbeit in der Satzung untersagen können. In Indien arbeiten nach Schätzungen 150 000 Kinder in Steinbrüchen. Ministerin Steffens reagiert mit der Novelle auf den Wunsch der Kirchen, Grabsteine aus Kinderarbeit zu verbieten.

Wilfried Goebels



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