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Frieden für den Süden der Philippinen in Sicht

07.10.2012 | 14:01 Uhr
Foto: /AP/Aaron Favila

Der von einem Jahrzehnte währenden Aufstand geplagte Süden der Philippinen könnte endlich zur Ruhe kommen. Die Regierung in Manila und die größte Gruppe der muslimischen Aufständischen einigten sich nach Marathonverhandlungen auf ein vorläufiges Friedensabkommen, wie Präsident Benigno Aquino III. am Sonntag in einer Fernsehansprache bekannt gab.

Manila (dapd). Der von einem Jahrzehnte währenden Aufstand geplagte Süden der Philippinen könnte endlich zur Ruhe kommen. Die Regierung in Manila und die größte Gruppe der muslimischen Aufständischen einigten sich nach Marathonverhandlungen auf ein vorläufiges Friedensabkommen, wie Präsident Benigno Aquino III. am Sonntag in einer Fernsehansprache bekannt gab. Es soll am 15. Oktober in Manila unterzeichnet werden.

Der muslimische Aufstand im Süden des mehrheitlich von Katholiken bewohnten Inselstaates hat mehr als 120.000 Menschen das Leben gekostet und rund zwei Millionen in die Flucht getrieben.

Aquino beschrieb die Einigung mit den Rebellen als Rahmenabkommen, das den Weg für dauerhaften Frieden in Mindanao frei mache. Den Behörden zufolge könnte ein endgültiges Abkommen bis 2016 erzielt werden.

Die Einigung sieht eine autonome Region namens Bangsamoro vor sowie ein 15-köpfiges Übergangskomitee, das Details ausarbeiten und die Vereinbarung mit Leben füllen soll. Sicherheits- und Verteidigungspolitik bleiben in der Hand der Zentralregierung.

Großbritannien und die USA begrüßten die Vereinbarung. Washington sicherte seine Unterstützung im Friedensprozess zu.

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