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Frankreich und Spanien sehen Zypern-Rettung als einmalige Lösung

26.03.2013 | 21:22 Uhr
Foto: /dapd/Steffi Loos

Frankreich und Spanien sehen im Rettungspaket für Zypern eine einmalige Maßnahme, die nicht auf andere Länder übertragbar ist. "Es ist eine außergewöhnliche und einzigartige Lösung, die nur in Zypern angewandt wird", sagte der spanische Regierungschef Mariano Rajoy am Dienstag nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten François Hollande in Paris.

Paris (dapd). Frankreich und Spanien sehen im Rettungspaket für Zypern eine einmalige Maßnahme, die nicht auf andere Länder übertragbar ist. "Es ist eine außergewöhnliche und einzigartige Lösung, die nur in Zypern angewandt wird", sagte der spanische Regierungschef Mariano Rajoy am Dienstag nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten François Hollande in Paris. Auch Hollande sprach von einer "spezifischen Lösung".

Beide Politiker unterstrichen im Zusammenhang mit der Zypern-Krise die Bedeutung der Bankenunion. "Mit der Bankenunion hätten wir dieses Problem nicht gehabt", sagte Rajoy. Die Fortschritte hin zu einer solchen Union müssten deshalb weitergehen, forderte der spanische Regierungschef. Er versicherte ebenso wie Hollande, dass generell keine Sparguthaben zur Rettung von Banken herangezogen werden. "Diese Position werde ich verteidigen", kündigte Rajoy an.

In Zypern werden zur Bankenrettung Einlagen über 100.000 Euro angezapft. Das hatte in anderen Ländern die Sorge genährt, dass die Sparkonten nicht mehr vor einem staatlichen Zugriff sicher sind. Die EU hatte im Dezember mit der Einigung auf eine Bankenaufsicht die Grundlage für die Bankenunion gelegt. Allerdings sind wichtige Punkte wie die Einlagensicherung noch umstritten.

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