Forscher empfehlen die Rente mit 72 in Deutschland
11.02.2012 | 13:38 Uhr 2012-02-11T13:38:41+0100
Rostock. Das werden die Deutschen gar nicht gerne hören. Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung geht davon aus, dass die Deutschen im Jahr 2050 fünf Jahre länger arbeiten müssen, bevor sie mit 72 in den Ruhestand gehen können.
Wenn die Lebenserwartung weiter steigt, kommt die Rente mit 72. Das hat das Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock ausgerechnet. Im Jahr 2050 müssten die Deutschen fünf Jahre länger arbeiten, um die Funktion des Rentensystems zu erhalten, sagte der Direktor des Instituts, James Vaupel, der "Welt am Sonntag". Das würde bedeuten, die Deutschen dürften erst mit 72 in den Ruhestand und nicht mit 67, wie bisher geplant.
Vaupel reagierte damit auf Pläne der Europäischen Kommission. Sie empfiehlt den Mitgliedsländern, "das Rentenalter mit der Steigerung der Lebenserwartung abzugleichen" und außerdem die Möglichkeiten der Frühverrentung zu beschränken. So steht es im Entwurf zu einem sogenannten Weißbuch der EU-Kommission, das sie in der kommenden Woche vorstellen will. Das Dokument liegt der "Welt am Sonntag" vor.
"Die Menschen müssen schlicht einen vernünftigen Teil ihrer Lebenszeit arbeiten", sagte Wissenschaftler Vaupel zu den Plänen aus Brüssel. Heute verbrächten die Europäer etwa die Hälfte ihres Lebens im Beruf. "Für die Rentensysteme würde es schon reichen, dieses Verhältnis beizubehalten."
Mehr Lebensjahre, aber weniger Wochenstunden arbeiten
Nach Vaupels Forschung steigt die Lebenserwartung in Europa von Jahrzehnt zu Jahrzehnt um zwei bis drei Jahre. "2050 wird sie bei etwa zehn Jahren mehr liegen als heute", sagte der weltweit renommierte Demografie-Experte. "Etwas von dieser geschenkten Zeit werden wir auf die Arbeit verwenden müssen."
Gesundheitliche Probleme, wie sie Kritiker der jüngsten deutschen Reform (Rente mit 67) ins Feld führen, will der Forscher nicht gelten lassen. "Die gesunde Lebenserwartung steigt ebenso rasch an. Wenn Menschen zehn Jahre länger leben, werden sie zehn Jahre später krank", sagte Vaupel.
Sein Modell sieht zudem vor, dass Menschen "mehr Lebensjahre, aber weniger Wochenstunden" arbeiten. "So haben sie in jungen Jahren mehr Zeit für die Familie, belasten aber im Alter nicht die Pensionskassen, sagte er.
Schwedens Ministerpräsident fordert Rente mit 75
Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hat sich für ein Renteneintrittsalter von 75 Jahren ausgesprochen und damit bei seinen Landsleuten einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Im Vorfeld einer Konferenz über die Arbeitsmarktchancen älterer Bürger sagte Reinfeldt, Arbeitgeber würden etwa 55-Jährige eher einstellen, wenn diese noch 20 weitere Jahre arbeiten wollten. Wenn älteren Menschen eine Arbeit zu schwer falle, sollten sich diese eine einfachere Tätigkeit suchen anstatt in Frührente zu gehen, forderte Reinfeldt.

10:11
Arbeit macht frei.
00:23
Prognosen für das Jahr 2050 sind genauso sinnig wie die Vorhersage der Lottozahlen oder der Wetterbericht für nächstes jahr.
Das dient doch nur zur Beschäftigung von "Experten" und zum Anheizen der Diskussionen.
Und wahrscheinlich dazu, dass die Menschen irgendwann froh sind, wenn sie doch schon mit 70 in Rente gehen dürfen.
00:08
Seit meinem 50 Lebensjahr bin ich arbeitslos als Akademiker!!!!
Im Call-Center habe ich gearbeitet, aber da kann man sich für 6,50 EUR die Stunde auch gleich die Kugel geben! Psycho-Klinik!!
Keine Firma stellt Akademiker über 50 ein! Keine, wers nicht glaubt, bitte melden und Angebote senden! Ich habe monatlich 15 Bewerbungen geschreiben und bin es nun leid, es weiter zu tun. Kostet nur Geld mit 0-Erfolg!
Welche Qualifikationen? Welche Fortbildungen in den letzte 10 Jahren?
23:26
Ihr müsst einfach mal an die Menschen denken und nicht über die Menschen denken.
Gebt den Leuten ab 50 drei Monate Urlaub und eine 30 Stunden Woche ,bezahlt aus der Rentenkassen und viele können bis 75 arbeiten.
Aber wie es jetzt läuft, dass geht garnicht!!!!
21:31
Diese Forscher sollten mal den Geisteszustand überprüfen lassen. Am besten arbeiten alle bis zum Tode. Dann gibt es keine Rentenbeiträge mehr, und Reiche und Abzocker in unserem Land haben ihr Ziel erreicht. Intelligente Politik könnte diesen absoluten Quatsch verhindern: Es geht nur um die Umverteilung des Kapitals in eine andere Richtung. Alle Bürger könnten locker mit 65 in Rente gehen.
20:39
Ich bin 52, gut ausgebildet, kann mit vielschichter langjähriger Berufserfahrung aufwarten und bin arbeitslos. Mir wird teilweise sehr unverblümt gesagt, ich sei zu alt, man stelle nur bis 30 ein. Gerne möchte ich arbeiten, meinetwegen auch bis 67, aber wer stellt mich ein? Ich könnte für kleines Geld alten Damen per Telefon einen Internetvertrag aufschwatzen, solche Jobs gibts immer. Und jetzt solls noch länger gehen .... es wird echt langsam Zeit, dass wir von Menschen regiert werden, die mit beiden Beinen auf der Real-Erde stehen.
20:32
Wzu noch in die Rentenkaase einzahlen, etwa das die Sesselsitzer noch höhere Pensionen kassieren. Der Körperlich arbeitende braucht ja dann die Rente nicht mehr, der ist dann mit 72 schon kaputt.
20:13
@ 52
12 % aller Leihabrbeiter müssen aufstocken
23 % aller VOLLZEITBESCHÄFTIGTEN arbeiten im Niedriglohnsektor
Jeder 4. der arbeitslos wird, fällt sofort in Hartz 4
Und jetzt denken sie nochmals nach
19:59
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19:42
So langsam kann ich es nicht mehr hören. Die rente mit 72 bedeutet doch nichts anderes, als das die Menschen mit 65 in rente gehen ( weil sie nicht mehr können) und dann nur noch 50 % der Rente erhalten. Allein für die Rettung der bankenhaben wir soviel ausgegeben, dass wir die Rente mit 55 locker hätten finanzieren können. Aber da ging es ja schließlich um das Geld der wahren Machthaber im Land. Den Ackermännern.
Und der deutsche Michel? Der wird brav weiter CDU / SPD / FDP wählen. Und maulen. Und sich die Rente kürzen lassen.