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Forsa-Chef Güllner: "Zypern-Krise schadet der Kanzlerin nicht"

26.03.2013 | 19:58 Uhr
Foto: /AP/Geert Vanden Wijngaert

Die Querelen um das Zypern-Rettungspaket haben offenbar keine negativen Auswirkungen auf die Umfragewerte der Union. Nach einer Analyse des Meinungsforschungsinstituts Forsa liegt Schwarz-Gelb ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl acht Punkte vor Rot-Grün. "Die Zypern-Krise schadet der Kanzlerin nicht", sagte Forsa-Direktor Manfred Güllner der "Passauer Neuen Presse" (Mittwochausgabe).

Passau (dapd). Die Querelen um das Zypern-Rettungspaket haben offenbar keine negativen Auswirkungen auf die Umfragewerte der Union. Nach einer Analyse des Meinungsforschungsinstituts Forsa liegt Schwarz-Gelb ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl acht Punkte vor Rot-Grün. "Die Zypern-Krise schadet der Kanzlerin nicht", sagte Forsa-Direktor Manfred Güllner der "Passauer Neuen Presse" (Mittwochausgabe). "Die Mehrheit der Deutschen glaubt, dass sie das Land auch durch diese Turbulenzen führen wird."

Von einer Wechselstimmung sei heute anders als 1998 sechs Monate vor der Wahl nichts zu spüren. "In der Krise wechselt man nicht gerne die Pferde", sagte Güllner. "Rot-Grün und insbesondere die SPD werden ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl nicht als Alternative gesehen, die das Land besser führen würde." Die einzige Kompetenz, die der SPD noch bescheinigt werde, sei die der sozialen Gerechtigkeit. "Allein damit kann man keine Wahl gewinnen", sagte Güllner.

Die Nominierung von Peer Steinbrück zum SPD-Kanzlerkandidaten habe anders als vor 15 Jahren bei Gerhard Schröder keinen Schub für die Sozialdemokraten gebracht. "Seine Beliebtheitswerte sind inzwischen fast so schlecht wie einst die von Rudolf Scharping und Kurt Beck. Der Kandidat zieht nicht und ist eher eine Mobilisierungsbremse."

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