Flüchtlingsheime immer häufiger Ziel von Angriffen in Deutschland

Düsseldorf/Berlin.. Flüchtlingsheime in Deutschland werden immer häufiger angegriffen. Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Übergriffe im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Demnach gab es 150 Attacken im Jahr 2014. Dazu gehörten Brand- und Sprengstoffanschläge auf Gebäude sowie Angriffe auf die Bewohner und volksverhetzende Parolen. Allein 22 Übergriffe wurden in NRW registriert, davon elf im Ruhrgebiet.

Bundesweit setzt sich damit ein Trend fort: 2013 war bereits die Zahl der Übergriffe von 24 auf 58 gestiegen. „Es ist offensichtlich: Die rechten Wutbürger haben eine Stimmung geschaffen, durch die sich Neonazis ermuntert fühlen, Hakenkreuze zu schmieren und Brandanschläge zu verüben“, erklärte die Linken-Bundestagsabgeordnete Jelpke.

Migranten-Initiativen und Forscher sehen nicht nur einen Zusammenhang zwischen der Zunahme von Gewalt und Hetze und den steigenden Flüchtlingszahlen. Sie vermuten auch, dass die Kundgebungen der Pegida-Bewegung und ihrer Ableger in anderen Städten den Nährboden für einige dieser Delikte bereitet haben.