Flüchtlinge in einer tödlichen Falle

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnet Jarmuk als "Todeslager", für das es kaum noch Hoffnung gibt. Er warnt vor weiteren drohenden Kriegsverbrechen an der leidenden Zivilbevölkerung.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnet Jarmuk als "Todeslager", für das es kaum noch Hoffnung gibt. Er warnt vor weiteren drohenden Kriegsverbrechen an der leidenden Zivilbevölkerung.
Foto: ullstein bild, darf online nur am 10.04.2015 einmalig verwendet werden

Die letzten 16.000 Bewohner des palästinensischen Flüchtlingslagers Jarmuk nahe des Zentrums von Damaskus sitzen in einer tödlichen Falle. Es gibt kein Wasser, keine Nahrung, keine Medikamente.

Die Menschen werden aufgerieben in einem Kampf zwischen Pest und Cholera – dem syrischen Macht­haber Baschar al-Assad und der ­islamistischen Mörderbande "IS". Ihr Schicksal, das ist sicher, ist ­beiden Parteien völlig gleichgültig.

Auch deshalb verhallen die Rufe der Vereinten Nationen und vieler Hilfsorganisationen, die Zugang in diese Hölle verlangen, ungehört.

Von der Terrormiliz um den selbsternannten Kalifen Bakr al-Bagdadi ist keine Barmherzigkeit zu er­warten. Aber hat wirklich niemand mehr Einfluss auf Assad?

Syrien hat mächtige Verbündete im Iran. Es ist an der Zeit, dass ­Teheran diesen Einfluss nicht nur militärisch nutzt.