Flashmobber nehmen Merkel ins Visier
25.09.2009 | 07:49 Uhr 2009-09-25T07:49:00+0200
Wuppertal. Wenn eine Gruppe junger Leute sich zusammenfindet, um eine Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel in regelmäßigen Abständen mit laustarken „Yeah”-Rufen zu unterstreichen, dann nennt man das einen Flashmob. So geschehen in Wuppertal.
Man könnte meinen, das Kanzlerinnen-Herz schlägt höher, wenn ihr auf dem Johannes-Rau-Platz in Wuppertal enthusiastische „Yeah”-Rufe entgegenschallen. Begleitet von Plakaten in Form einer Sprechblase, auf der eben jene Buchstaben zu lesen sind.
"Wachstum, Wachstum, Wachstum!"
Immerhin: Angela Merkel bewies Souveränität und ließ sich in ihrer Rede nicht aus dem Konzept bringen. Und das, obwohl sie kaum einen Satz sprechen konnte, der nicht von einem „Yeah” unterbrochen wurde. Zum Ende hin griffen die jungen Leute sogar einzelne Worte aus der Kanzlerinnen-Rede heraus, riefen zum Beispiel „Wachstum! Wachstum! Wachstum!” im Chor.
Wieviele so genannte Flashmobber es waren, weiß niemand so recht. Im Wuppertaler Rathaus tippt man auf 50, in der lokalen Presse ist von 100 die Rede. „Wir haben sie nicht durchgezählt”, sagt Paul Westeppe, Kreisgeschäftsführer der CDU Wuppertal. Dort versteht man die Aufregung um den Flashmob nicht. „Es hat bei solchen Veranstaltungen immer schon Meinungsbekundungen von politischen Mitbewerbern gegeben”, sagt Westeppe. Die Veranstaltung habe es keinesfalls beeinflusst.
Piraten und "Non-Piraten"
Inwieweit politische Motivation hinter den „Yeah”-Rufen steckt, ist schwer auszumachen. Generell lebt ein Flashmob davon, dass sich junge Leute im Internet zu ungewöhnlichen Spaßaktionen verabreden.
Was den Kanzlerinnen-Flashmob angeht, so schwanken die Einschätzungen: Die örtliche Presse spricht schlicht von „nervtötenden Schreihälsen”, in der CDU vermutet man die Teilnehmer in der Piratenpartei. Tatsächlich zeigen Internetvideos orangene Piraten-Fahnen in der Nähe der „Yeah”-Sprechblasen. Auf der Webseite der Piratenpartei sind zufriedene Äußerungen über den gelungenen Flashmob zu lesen. Anderswo heißt es: Zwar seien einige Piraten dabei gewesen, 80 Prozent sei jedoch von „Non-Piraten” ausgegangen.
Angela Merkel indes schien ihre ungewöhnlichen Zuhörer erwartet zu haben: Sie begrüßte die Flashmobber mit „meine Freunde aus dem Internet”. Erfahrung? Wenige Tage vor ihrem Auftritt in Wuppertal hatte Merkel in Hamburg Bekanntschaft mit den „Yeah”-Flashmobbern gemacht. Doch statt wie dort ihre Rede unbeirrt fortzusetzen, reagierte die Kanzlerin in Wuppertal „erstaunlich locker”, wie ihr junge Leute bestätigten. Und sollten die Flashmobber aufgrund der lautstarken Rufe nicht alles mitbekommen haben, konnte Merkel beruhigen: „Wir stellen alles ins Internet.”

21:12
Gähhhhn, Nachahmung aus Hamburg, ziemlich flauer Artikel. Spon, Stern und Bild waren wie immer schneller und besser....
04:55
Also ich find es OKay, wenn man seine Meinung sagt und auch wenn es laut ist. Die Leisen werden eh nie gehört oder sie werden miss verstanden
15:58
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14:57
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12:27
Diese Frau würde ich niemals wählen!
09:15
Ihre Meinung zu Angela Merkel (und weiteren Spitzenpolitikern) können Sie auch unter http://www.wahlumfrage2009.de kundtun - nicht mit Yeah!, sondern per Mausklick.
Die wahlumfrage2009.de ist eine wissenschaftliche Umfrage der Uni Mannheim zur Bundestagswahl 2009.
Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen.
08:21
Ja das bild von Katharina der Großen auf ihrem Schreibtisch gibt ihr wohl die Sicherheit...Yaeh....